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    Antwort auf den Samstagsbrief: Neuer Name für "Bavaria One"?

    Ex-Astronaut Ulrich Walter antwortete auf den Samstagsbrief Foto: Michael Kappeler, dpa

    Das bayerische Weltraumprojekt "Bavaria One" ist kein billiger PR-Polit-Gag, findet unser Redakteur Frank Weichhan. "Es geht um eine wirklich klasse Idee", schrieb er kürzlich in einem Samstagsbrief an Prof. Dr. Ulrich Walter, der "Bavaria One" mitentwickelt und dabei "ganze Arbeit" geleistet habe. Nun schrieb der Ex-Raumfahrer zurück:

    "Hallo Herr Weichhan, liebe Redaktion der Main-Post,

    heute habe ich Ihren offenen Samstagsbrief in der Main-Post auch als postalisches Schreiben erhalten. Das "Loch in der Sojus-Kapsel" und "Mars Insight Sonde" haben in den letzten Tagen nahezu meine ganze Zeit gekostet, daher meine späte Reaktion.

    Ja, das war schon ein bisschen gespenstisch mit der Resonanz der Medien auf "Bavaria One". Während Venture Capitalists und Raumfahrtfirmen mir die Tür einrannten und ausländische Medien wie etwa "Monocle" Söders Raumfahrtprogramm feierten, hatten deutsche Medien nur Häme dafür übrig. Keiner machte sich die Mühe zu fragen, was Bayern da genau vorhat. Die Wende brachte ein Spiegel-Interview und ein Focus-Online-Artikel. Seitdem sehen das auch andere Zeitungen mit anderen Augen. Jedoch, so deutlich wie Ihr offener Samstagsbrief hat es noch keiner ausgedrückt und dafür möchte ich Ihnen herzlich danken.

    Bei dem inzwischen offenen Zuspruch für "Bavaria One" mag etwas in den Hintergrund getreten sein, nämlich dass es da jemanden gab, der die wirkliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung einer solchen Raumfahrtinitiative innerhalb weniger Sekunden verstanden hat und auch die Kraft hat, sie umzusetzen. Als ich unserem Ministerpräsidenten Söder am 28. Februar die Initiative vorschlug, war etwa fünf Sekunden Schweigen, in denen man die Gedanken, was für Auswirkungen das hätte, förmlich nachverfolgen konnte. Und dann folgten die wenigen Worte von ihm: Das machen wir.

    Und Sie haben Recht, Sie können mir vertrauen, dass ich mich dafür einsetzen werde, dass nur solche Ziele in "Bavaria One" verfolgt werden, die uns allen in Bayern wirtschaftlich und gesellschaftlich nutzen, gemäß dem Motto: Für die Erde ins All! Übrigens, das Wirtschaftsministerium ließ mich wissen, dass "Bavaria One" umbenannt werden soll und zwar genau wegen der Gründe, die Sie in Ihrem Brief klar erkannt haben.

    In diesem Sinne Ihnen und auch allen Lesern der Main-Post ein erfolgreiches neues Jahr 2019!
    Ihr U. Walter"

    Gesucht: ein neuer Name

    Ein neuer Name für "Bavaria One"? Wie der lauten könnte, dazu konnte das zuständige Wirtschaftsministerium in München kurz nach Weihnachten nichts sagen. Zwischen den Jahren habe man niemanden erreicht, "der für Luft- und Raumfahrt zuständig ist", so ein Sprecher auf Nachfrage dieser Redaktion.

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