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    Würzburg

    Sonneborn-Partei antwortet Redakteurin

    Hallo Frau Weedemann,

    als erstes möchte ich Ihnen als Privatmann, aber auch als Vorstand des Kreisverband Würzburg der Partei "Die PARTEI", dafür danken, dass sie unseren GröwAZ (Größenwahnsinnigster-Agitator-aller-Zeiten) einmal in seine Schranken weisen. Anscheinend ist ihm nicht bewusst, dass er kurz davor steht mit seiner Macht die Grundfesten der Demokratie zu erschüttern.

    Natürlich verstehe ich, dass Ihnen schlecht geworden ist, weil Sie Satire mögen. Sondern im Gegenteil. Dies haben sie ja ganz klar und treffend formuliert. Allgemein empfehle ich beim Fernsehen ein wenig Cola zu trinken, dies sollte gegen Ihre Übelkeit helfen.

    Darüber hinaus ist es für mich als Gelegenheitssatiriker sehr wichtig, endlich eine Definition zu haben, was Satire darf und was nicht. Wenn ich ganz ehrlich bin, war ich mir da selbst manchmal unsicher.

    „Es ist okay, sich als Angela Merkel zu verkleiden, ihre Sprache und Handhaltung nachzumachen, ihre schwierige Beziehung mit Horst Seehofer satirisch aufzuarbeiten. Aber es wäre nicht okay, mal so aus Spaß heraus die eigene Oma als ihre Nachfolgerin ins Rennen zu schicken.“

    Meine Oma stand schon in den Startlöchern, aber auf Ihren Hinweis hin werden wir dies noch einmal überdenken, immerhin ist sie ja auch schon tot.

    Ein wenig in Schutz nehmen muss ich unseren Vorstand allerdings auch. Ich bin mir sicher, niemand wollte den Eindruck erwecken, das Amt des Bundespräsidenten sei lächerlich. Immerhin unterschreibt er ja auch manchmal etwas nicht und dann wird geredet und erst DANN unterschreibt er wieder etwas, das finde ich gut und wichtig.

    Herr Sonneborn hat ja eben nicht Ihren Vater, sondern seinen Papa vorgeschlagen. Ich denke der Vorwurf kann an dieser Stelle ausgeräumt werden. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Herr Sonneborn aka „Zerstörer der Demokratie“ die Wahl anzweifeln lassen würde, sollte sein Vater gewählt werden.

    An anderer Stelle hoffe ich jedoch auch auf eine Entschuldigung Ihrerseits. Nicht etwa weil Sie, die Partei Die PARTEI als „Scherz-Partei“ bezeichnen, sondern weil es schon etwas respektlos ist, Eigennamen falsch zu schreiben.

    Im Weiteren haben Sie natürlich Recht, dass Herrn Sonneborn Wahlen und Mandate „scheißegal“ zu sein scheinen.

    „Lieber Herr Sonneborn, es hätte Sie und Ihre Spaßpartei niemand wählen müssen. Sie hätten aber auch die Wahl nicht annehmen müssen. Aber Sie haben es getan. Soweit ich weiß, haben Sie auch nicht auf die Ihnen als Europa Abgeordnetem zustehenden Einkünfte verzichtet.“

    Natürlich hätte er Ihrem Vorschlag folgen müssen und als ordentlich gewählter Mandatsträger dem Willen der Wähler nicht nachgeben dürfen! Leider ist dies in der Politik weit verbreitet und immer wieder nehmen Volksvertreter ihre Wahl tatsächlich an und behalten dann auch noch ihre Einkünfte!

    Jeder hat seinen Preis und die wenigsten das Format eines Herrn Reich-Ranicki. Fun Fact: Donald Trump verzichtet auf sein Salaire als Präsident.

    Leider kann ich den Rest Ihres Artikels nicht einordnen, es muss anscheinend viel nachgedacht werden, über Franzosen, Frauen und Mutter Weimar.

    Ihrem Appell an Herrn Sonneborn, das System bitte nicht kaputt zu machen, schließe ich mich als Hobbysatiriker aber aus vollem Herzen an.

    Mit freundlichen Grüßen
    Klaus Herwulf Kräften
    2. Vorstand Kreisverband Würzburg Die PARTEI

    Bearbeitet von Benjamin Stahl

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