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    Pro und Kontra zum Urheberrecht der Europäischen Union

    Zum Artikel „Ja zur Reform des Urheberrechts“ (27.3.):

    Die Tatsache, dass die Abgeordneten des Europaparlaments der Reform des Urheberrechts vor kurzem mehrheitlich zugestimmt haben, kann nicht nachhaltig genug begrüßt werden. Die optionierte nationale Umsetzung sollte jetzt aber auch baldmöglichst die Interessen von Künstlern, Autoren und Kreativen mit dem freien Internet verzahnen. Diese benötigen nun einmal einen wirkungsvollen Schutz. Schließlich bestreiten dieselben in der Regel von den Erträgen des Schaffens ihren Lebensunterhalt. So kann es im Internet zukünftig nicht mehr fast alles umsonst geben, greift dann eben das neue Urheberrecht und vermag sich künftig auch gegen Internet-Riesen wie Google, Facebook und YouTube wirksam zur Wehr zu setzen, das heißt, ihnen schlicht einen fairen Preis abverlangen. Damit aber wird auch auf dem Sektor des Urheberrechts endlich der Demokratie hinreichend Genüge getan.

    Rüdiger v. Neubeck, 97074 Würzburg

    Hier wird das „Regieren ohne Volk“ des lobbygesteuerten EU-Zentralismus wieder mehr als deutlich: Nichts als eine Lobbyentscheidung zugunsten des sogenannten „Qualitätsjournalismus“ der großen Verlage und Medienanstalten, um ihr „Wahrheitsmonopol“ im zentralistischen wie kapitalistischen Sinne zu manifestieren. Nur noch lesen, hören und sehen, was dieses Kartell bestimmt. Nichts anderes als ein „Maulkorb“ für alle Freelancer, also eine Zensur für die freie Meinungsäußerung und ihre Publikation. Die lobbygesteuerte Festlegung von Industrie- und anderen Standards wie bei Lebensmitteln, der Landwirtschaft, im Handwerk, im Handel und jetzt auch beim „Urheberrecht der Wahrheit“ lässt uns zu unfreien Sklaven dieses Zentralismus werden und zerstört alles, was wir als demokratisch, als freie Marktwirtschaft, Gewerbefreiheit oder freien Journalismus bisher geschätzt haben. Vom Glyphosat bis zur eigenen Pinkelrichtung wird weitab vom Volkswillen im Berufspolitiker-Dorado Brüssel ohne Volk entschieden. Die EU-Wahl können sie ohne mich durchführen, aber auch diese wird längst ohne Volk entschieden, auch wenn man die Wählerstimmen zur Legitimation der Willkür gerne hätte.

    Werner Krieger, 97070 Würzburg

    Kommentare (1)

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