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    Würzburg

    Kommentar: Ein paar Polizeibeamte mehr sind kein Luxus

    Nachdem Kritik laut wurde, stockt die Staatsregierung nun auch in Unterfranken das Personal der Polizei auf. Warum das nicht mehr als eine notwendige Anpassung ist.
    Innenminister Joachim Hermann (CSU) stellte in Würzburg den neuen Personalplan der Polizei vor.
    Innenminister Joachim Hermann (CSU) stellte in Würzburg den neuen Personalplan der Polizei vor. Foto: Thomas Obermeier

    Das Gefühl, benachteiligt zu werden, ist in unterfränkischen Polizeikreisen seit geraumer Zeit mit Händen zu greifen. Dass der Innenminister höchstselbst jetzt den Stellenplan in Würzburg vorgestellt hat, zeigt, dass das wohl auch in München angekommen ist. Klagen kamen nicht nur von Gewerkschaften, sie waren auch in Gesprächen mit "einfachen" Polizisten zu hören. Dienstpläne seien auf Kante genäht, immer neue Aufgaben würden immer mehr Kapazitäten binden: Profifußball in Würzburg, Abschiebungen aus dem Ankerzentrum bei Schweinfurt, mehr Demonstrationen, steigende ermittlungsintensive Internetkriminalität.

    Die gute Kriminalitätsstatistik für die Region ist kein Argument dafür, dass hier nicht deutlich mehr Beamte gebraucht würden. Denn viele Straftaten finden dank Polizeipräsenz gar nicht erst statt und tauchen deshalb in keiner Statistik auf. Um das Niveau zu halten, wird es perspektivisch mehr Beamte brauchen. Wenn nun 18 Polizisten mehr nach Unterfranken kommen – ein Stellenplus von 32 seit 2016 –, ist das kein Luxus, sondern maximal eine erste kleine notwendige Anpassung an die Entwicklung der vergangenen Jahre.

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