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    Auf den Pflegekräften lastet täglicher Druck

    Wieder einmal schafft es der Pflegenotstand auf die Titelseite. AWO, Diakonie, Johanniter und ein privater Anbieter jammern herum! Aber warum ist die Situation so brisant? Es muss unbedingt dafür gesorgt werden, dass der tägliche Druck, dem jede Pflegekraft ausgesetzt ist, verringert oder sogar aufgelöst wird. Denn die Mitarbeiter kommen mit schlechtem Gewissen und gehen mit schlechtem Gewissen nach Dienstschluss nach Hause. Die Pflegekräfte wollen nämlich eine Menschen zugewandte Pflege verwirklichen und nicht von unsinnigem Zeitdruck, Bürokratie und Vorgaben dominiert werden. Angst-Abbau! Auch ist Angst der tägliche Begleiter. Hier nur ein kleiner Einblick der täglichen Angstfaktoren, alles richtig zu dokumentieren (Träger, MDK, Heimaufsicht, Angehörige), zu viel Zeit für den jeweiligen Pflegebedürftigen zu verbrauchen – alle Vorgaben durch Gesetze, von Trägern, Leitungen, MDK, Heimaufsicht, Angehörigen zu erfüllen! Schüler werden von Anfang an verheizt und verbrannt und müssen die fehlenden Fachkräfte ersetzen. Man muss sich also viel mehr Zeit für den Auszubildenden nehmen und die Mentoren müssen auch die nötige Zeit für ihre Anleitung bekommen! Hier noch ein Wort zu den sogenannten Experten. Diese wissen sehr wohl über die Problematik Bescheid, nur haben sie auch über die Jahre nicht mit dem notwendigen Nachdruck auf Veränderungen gedrängt! Wenn sie dies getan hätten, würden wir nicht über diesen Pflegenotstand sprechen!

    Rudi Gosdschan, 97753 Karlstadt

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