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    Blindflug der einseitigen Elektromobilität schnellstens aufgeben

    Der Stern am Himmel der Autobranche verkaufte im Jahr 2018 weniger Fahrzeuge. Im vergangenen Jahr mussten mehrere Hunderttausend Fahrzeuge wegen Abgasmanipulationen zurückgerufen werde. Dutzende Milliarden sollen nun und die Elektromobilität gesteckt werden. Der Vorstandsvorsitzende bekam im Jahr 2018 nur 491666 Euro Monatsgehalt. Im Jahr 2017 waren es immerhin noch 716666 Euro im Monat. Müssen wir uns nun Sorgen machen? Überwiegt der Neid oder haben wir Mitleid? Ich mache mir um den Vorstandsvorsitzenden keine Sorgen, ich bin jedoch enttäuscht, dass zig Milliarden auf hinkende Pferde gesetzt werden. Die Elektromobilität scheiterte bisher an der Reichweite, der langen Ladezeit an der „Zapfsäule“ und am Anschaffungspreis der Fahrzeuge. Das Problem der Reichweite ist bei den Elektroantrieben nach wie vor nicht gelöst. Es gibt aber bereits Wasserstoffantriebe, die CO2-neutral sind, in vier Minuten aufgetankt sind und eine Reichweite von ca. 900 km haben. Als Antrieb dient eine Brennstoffzelle. Sie erzeugt Strom aus Wasserstoff einem Gas, das man in einer sogenannten Power-to-Gas-Anlage mithilfe von Ökostrom CO2-neutral herstellen kann. Politik und Wirtschaft sollten diesen Blindflug der einseitigen Elektromobilität schnellstens aufgeben. Wir brauchen keine Alibiveranstaltungen wegen des Abgasskandals, wir brauchen kluge Entscheidungen für die Zukunft. Wasserstoffantriebe können übrigens auch in der Landwirtschaft von sehr großer Bedeutung werden. Auch die Bienen werden „aufatmen“, wenn die blühenden Landschaften nicht mehr von Stickoxiden und CO2 belastet werden. Ach ja, fast hätte ich´s vergessen. Wie können wir den Vorstandsvorsitzenden ermutigen Gutes zu tun? Die Politik muss gesetzlich festlegen, dass der Vorstand nicht nur nach der Bilanz in Euro bezahlt wird, sondern das bei den Bezügen insbesondere die Ökobilanz der produzierten Produkte des Konzerns zum Tragen kommt. Ganz schnell werden wir dann den Wandel im Sinne der Natur erleben. Neid oder Mitleid erübrigen sich dann, denn wenn mein Vorschlag greift, dann werden die Bezüge des Vorstandsvorsitzenden zunächst automatisch gedeckelt. Ich bin dafür, dass die Politik jetzt handelt.

    Siegmar Unger, 97618 Hollstadt

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