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    Das Familiengeld auf arm oder reich herunterzubrechen, ist zu einfach

    Da sich Ihre Redaktion über Meinungen, Tipps etc. freut, gebe ich Ihnen unverhohlen meinen Ärger über Ihre Berichterstattung in letzter Zeit, insbesondere im landespolitischen Bereich, wieder. Ihre vorgenannte Überschrift ist für mich skandalös und grenzt an vorsätzliche Volksverdummung. Eine dermaßen undifferenzierte und politisch einseitig manipulierende Wortwahl ist eines ethisch-intelligenten und ausgewogenen Journalismus, den auch Ihr Leseranwalt, Herr Sahlender, immer wieder einfordert, nicht würdig. Jeder politisch Interessierte in diesem Land weiß doch, dass die Staatsregierung gerade auch für Hartz-IV-Empfänger dieses Familiengeld durchsetzen will.

    Robert Finster, 97447 Frankenwinheim

    Die Ausgewogenheit, Objektivität der Nachrichtenübermittlung und Pluralität der Meinungsäußerungen Ihrer Redakteure lässt in Ihrer Zeitung leider immer öfter zu wünschen übrig. Auch die nicht nur aus meiner Sicht teilweise an CSU- bzw. Söderbashing grenzende „Berichterstattung“ hat in dieser Schlagzeile mal wieder einen schwer erträglichen Höhepunkt zu verzeichnen. Sie sind ja hoffentlich nicht ernsthaft der Meinung, dass die Behauptung bzw. der mit dieser Schlagzeile erweckte Eindruck korrekt ist. Diese Aussage ist eher postfaktisch, da die Fakten sagen, dass das Familiengeld für über 90 Prozent der Familiengeldberechtigten sicher ist und sich hierunter oberhalb der Hartz-IV-Schwelle auch sehr viele „Arme“ und überwiegend „Nichtreiche“ befinden. Darüber hinaus wird in epischer Breite über eine noch bestehende rechtliche Unklarheit für eine kleine Minderheit berichtet, sowie die abschätzige Bewertung des bayerischen Familiengeldes durch den politischen Gegner als „vergiftetes“ Wahlgeschenk ausgeführt, es fehlt leider jegliche positive Würdigung dieser neuen familienpolitischen Leistung. Diese falsche und unnötig negative Schlagzeilenbildung sowie die einseitige Berichterstattung trägt in meinen Augen auch mit dazu bei, Politikverdrossenheit weiter zu fördern.

    Michael Hosch, 97204 Höchberg

    Brauchen Sie wirklich eine solche Schlagzeile? Die Schlagzeile unterteilt kurz in Reiche und in Arme. Sie suggerieren damit, die oben kriegen alles, die unten werden wieder leer ausgehen. Darum geht es doch beim Thema gar nicht, sondern um den Streitpunkt der Berücksichtigung/Anrechnung bei Hartz-IV-Empfängern. Das auf reich oder arm reißerisch herunterzubrechen, ist mir zu einfach. Oder setzen Sie eine finanziell nicht so gut situierte Familie gleich mit Hartz IV? Das wäre wohl fatal. Andere Parteien nutzen das wieder und bringen Bedenken vor und stellen theoretische Möglichkeiten vor, die alles wieder noch negativer darstellen. Warten wir es doch erst mal ab, wie das läuft und bewerten dann. Aber nein, schon wird wieder alles politisch/medial hinterlegt, Verdächtigungen gegen Söder gesät und die Gegenseite will die Vorteile für sich nutzen. Die Medien arbeiten da kräftig mit. Denn Schlagzeilen bringen Leser. Glaubt man das immer noch? Merkt man nicht, was da wirklich abgeht? Man kann für uns alle nur hoffen, dass man sich da mal nicht verzockt und das Stimmenpotenzial in eine ganz andere Richtung läuft.

    Wolfgang und Rita Blaß, 97486 Königsberg

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