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    Der Staat müsste wesentlich höhere Bruttogehälter bezahlen

    Hierzu meine Antwort: Sicherlich nicht! Was mich bewegt: Muss ein Lehrer sich einer offensichtlich immer währenden Neiddebatte stellen? Er hat doch Pädagogik und nicht Beamtenrecht zur Vorbereitung auf seinen Beruf studiert. Dass Lehrer Beamte sind, ist eine Begleiterscheinung ihres Berufs, die der Staat verordnet hat. Der Lehrer könnte auch als Angestellter gut leben, wenn man ihn als Akademiker bezahlt und sein Gehalt nicht mit dem eines Hilfsarbeiters vergleicht. Würde der Staat künftig Lehrer generell als Angestellte beschäftigen, müsste er wesentlich höhere Bruttogehälter bezahlen. Angestellte werden für gleiche Arbeit zur Zeit brutto besser bezahlt als Beamte. Das liegt daran, dass der Staat unter Konrad Adenauer 1957 die Beamtengehälter um die Beitragshöhe zur Sozialversicherung senkte und dafür keine Sozialbeiträge von den Beamten forderte. Man wollte nicht Geld geben, um es gleich wieder einzubehalten. Das könnte man wieder rückgängig machen.

    Die Frage einer Einführung einer Bürgerversicherung, würde sich für Lehrer erübrigen, denn sie wären dann zu erheblich geringeren Beiträgen in der gesetzlichen Krankenkasse versichert, verglichen mit den hohen Beiträgen, besonders im Alter, der privaten Krankenkassen. Die Staatsausgaben für Beihilfen sollten mit den ersparten Beiträgen zur Krankenversicherung verglichen werden. Der Staat muss für Angestellte Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung (50 Prozent) entrichten. Für Beamte braucht er das nicht, könnte aber Rücklagen bilden, um dann nicht über Pensionslasten klagen zu müssen.

    Siegfried Nees, 97271 Kleinrinderfeld

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