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    Der gesamte Skandal wird nun wohl nie aufgearbeitet werden

    Zum Artikel: „Keine Anklage im Schweineskandal“ (13.8):

    Traurig, dass dieser scheußliche Fall von Tierquälerei so konsequenzlos in den Aktenschränken verschwindet. Der eigentliche Skandal ist aber meiner Meinung nach, dass das Veterinäramt Kontrollen in dem bereits 2014 negativ aufgefallenen Schweinemastbetrieb nicht engmaschiger durchführte. Vom Landratsamt Würzburg wurde ein Tierhalteverbot ausgesprochen. Die große Herausforderung für die Behörden wird nun sein, sicherzustellen, dass es diesem Landwirt nicht durch etwaige Gesetzeslücken gelingt, wieder Tiere zu halten. Vor diesem Hintergrund richte ich einen Appell an alle Tierärzte, Futterverkäufer und das Personal von Tierkörperbeseitigungsanlagen: Werden Sie nicht müde, Auffälligkeiten und Verstöße zu melden! Und die dringende Bitte an die Veterinärämter: Nehmen Sie gemeldete Unstimmigkeiten ernst und gehen Sie ihnen nach! Es sollte doch möglich sein, in unserem zivilisierten Land unseren (Nutz-)Tieren ein respektables Leben und Sterben zu ermöglichen.

    Sabine Dürr, 97318 Kaltensondheim

    Die Einstellung des Strafverfahrens gegen den Schweinebauer, der die Tiere in seiner Obhut über Wochen und Monate hinweg verhungern und verenden hat lassen, führt nicht nur dazu, dass dieser nun straflos bleibt. Vor allem wird der gesamte Skandal nun nie aufgearbeitet werden. Wie konnte es dazu kommen? Der betreffende Bauer hat im Betrieb seiner Eltern gearbeitet neben seiner Arbeit im eigenen Stall. Es ist schwer zu glauben, dass dieser Familie nichts davon aufgefallen sein soll was in dessen Stall, nur ein Dorf weiter, vor sich geht. Vielleicht hat es sie einfach nicht interessiert. Auch das vollständige Versagen des Landratsamts in dieser Sache wird vielleicht nie aufgearbeitet. Angesichts des langen Zeitraums, in dem die Schweine verhungert und verendet sind, fragt man sich schon, warum in einem Betrieb, der bereits 2014 negativ aufgefallen war, keine weiteren Kontrollen stattfanden. Ich selbst wurde 1,5 Jahre nach Aufgabe meiner zuvor beanstandungsfreien Tierhaltung nochmals kontrolliert. Würde man solche Kontrollen vermeiden, hätte man vielleicht die nötigen Kapazitäten für eine Kontrolle in diesem Fall gehabt. Vor allem die inkompetente Vergabe der Räumung und Reinigung des Stalles, die nun dazu führt, dass der Steuerzahler nun wohl auf deren Kosten sitzen bleiben wird, wäre eigentlich ausführlich aufzuarbeiten.

    Edgar Engert, 97199 Ochsenfurt

    Der Landwirt und seine Anwälte lachen über die Staatsanwälte. Das Volk schüttelt den Kopf. So wird aus einem Rechtsstaat eine Bananen-Republik.

    Waldemar Schneider, 97199 Ochsenfurt

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