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    Der politische Holzweg muss verlassen werden

    „Am deutschen Wesen mag die Welt genesen!“ Dieser Spruch aus längst vergangener Zeit scheint wieder aktuell zu sein. Denn nur bei kurzer Betrachtung des Globus kommen mir erhebliche Zweifel, ob eine CO2-Steuer irgendeine Auswirkung auf das Weltklima haben kann. Werden sich dadurch die Windrichtung, die Bewegung der Hoch- und Tiefdruckgebiete, der Lauf der Meeresströmungen oder gar die Neigung der Erdachse beeinflussen lassen, ganz zu schweigen von vulkanischer Aktivität. Dies sollte man bedenken, bevor das Heizen, Autofahrer und Flugreisende angeprangert werden. Und haben wir in Kürze den Weltuntergang zu erwarten? Moderne Säulenheilige predigen dies, ohne zu erwähnen, dass wir auch echte Wärmeperioden hatten. So wäre die Besiedlung Islands und Grönlands nicht möglich gewesen, und Tatsachen wie Getreideanbau bis zum Polarkreis und Weinbau bis Südschottland werden aus gutem Grund nicht erwähnt. Die halbe Wahrheit ist die schlimmste Lüge!

    Klaus Eisenmann, 97276 Margetshöchheim

    Überfüllte Autobahnen und Chaos an den Rasthöfen durch Lkw, hohe Kosten durch gescheiterte Mautpläne wegen naiver Politik, überhöhter Flug- und Lkw-Verkehr wegen maroder Infrastruktur und Unzuverlässigkeit bei der Bahn, Stilllegungen der Güterbahnhöfe, Stilllegungen von Bahnstrecken im ländlichen Raum, Verkauf der Bahnhofsgebäude, Dieselskandal. Jetzt wird von der Politik über eine CO2-Steuer diskutiert. Ist nicht die Politik Verursacher der Klimaerwärmung? Hat nicht das Kraftfahrtbundesamt die Aufsicht über die Zulässigkeit von Neufahrzeugen? Hat nicht diese Behörde die Prüfregeln für die Abgasuntersuchungen festgelegt? Hat nicht die Politik die Bahn privatisiert und wollte sie an die Börse bringen? Sind nicht die hochpreisigen Bahntickets gegenüber den günstigen Flugtickets ökologischer Wahnsinn? Sollen jetzt die Bürgerinnen und Bürger dafür bezahlen, was andere verbockt haben? Werden jetzt zunächst die Dieselfahrer-/innen und im Anschluss daran auch die Benzinfahrer-/innen bestraft? Hätte die Politik ihre Hausaufgaben gemacht, dann müsste kein Autofahrer und keine Autofahrerin bestraft werden. Es wäre darüber nachzudenken, ob nicht die Personen zu bestrafen wären, die Fahrzeuge entwickelt und mit manipulierter Software ausgestattet haben. Im Strafgesetzbuch ist geregelt, dass Betrüger zu bestrafen sind (§ 263 StGB) und nicht die redlichen Bürger und Bürgerinnen. Der politische Holzweg muss verlassen werden, denn die Konstruktion ist morsch. Stark rechts und stark links sind schon Teile abgefallen, die die Tragfähigkeit der Mitte immer mehr schwächen.

    Siegmar Unger, 97618 Hollstadt

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