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    Deutsche Waffen in aller Welt

    Auf solche „Rekordwerte“ verzichten zu können, wäre wirklich eines demokratischen rechtsstaatlichen Landes wie der Bundesrepublik Deutschland würdig. Aber so muss man leider mit Fug und Recht sagen, dass fast in jeder kriegerischen Auseinandersetzung irgendwo in unserer Welt auch deutsche Waffen stecken und töten. Und wenn in der Bundeswehr z. B. eine Waffe ausgemustert wird wie das Sturmgewehr G 36, dann findet der Produzent (hier die „Rheinmetall“) einen Weg, um in Verbindung mit dem südafrikanischen Unternehmen Denel diese Waffe weiterhin in Saudi-Arabien produzieren zu können.

    Es gibt also verschiedene Wege, um den seit November 2018 verhängten Exportstopp gegen Saudi-Arabien zu umgehen. Dazu bräuchte es nicht einmal die bisher erfolgten „scheinheiligen“ Ausnahmegenehmigungen der Bundesregierung. Und damit wird wohl Deutschland weiterhin unter den Waffenexporteuren weltweit nach den USA, Russland und Frankreich einen 4. Platz einnehmen. Und komme mir keiner mit dem windigen Argument „durch Verringerung der Waffenproduktion gehen Arbeitsplätze verloren“. Haben wir nicht Hunderttausende fehlende Arbeitsplätze in der Pflege, im Handwerk und in anderen Branchen?

    József Bogár, 97074 Würzburg

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