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    Ein längst überfälliges Gerechtigkeitsprojekt

    Der Streit um die seit vielen Jahren versprochene Grundrente spitzt sich zu. Sie könnte kurz vor dem Ziel doch noch am Widerstand von Wirtschaftsverbänden und Unionsabgeordneten scheitern. Für den Vorsitzenden der Jungen Union wäre sie sogar der „Einstieg ins bedingungslose Grundeinkommen“. Damit soll wohl populistische Stimmung gegen das längst überfällige Gerechtigkeitsprojekt gemacht werden. Dabei ist der Gedanke, der dahinter steckt, nicht neu. CDU/CSU-Politiker, die sich jetzt vehement dagegen wehren, sollte man daran erinnern, dass unter ihrem eigenen Bundeskanzler Helmut Kohl die Aufstockung niedriger Rentenansprüche auf drei Viertel des Durchschnittsverdienstes beschlossen wurde. Allerdings gilt dies nur für Beitragszeiten bis 1992. Zuvor lag die Grenze bei 1973. Voraussetzung: 35 Jahre Rentenzeiten. Mir ist nicht bekannt, dass dies der Einstieg in ein bedingungsloses Grundeinkommen gewesen wäre. Die jetzt vorgeschlagene Grundrente will nichts anderes, als diesen Gedanken, der damals parteiübergreifend Konsens war, wieder aufzugreifen. Dies ist auch gerecht, weil die meisten Menschen die schlecht bezahlten Jobs nicht freiwillig gemacht haben. Wenn sie dann im Alter von der Rente nicht leben können, sind sie zwei Mal bestraft.

    Helmut Haferkorn, 97640 Oberstreu

    Es ist ein Armutszeugnis, wenn man schon so lange wegen der Grundrente diskutieren muss, und immer noch kein Ergebnis hat. Das Volk ist doch schon länger gläsern für die Behörden. Alles können die abfragen, wenn sie wollen, und dies wird immer mehr. Für Beraterverträge werden hunderte Millionen ausgegeben und auch für Länder wie China oder Indien, die nicht gerade arm sind, gibt es Geld im Überfluss von unserer Regierung. Die Infrastruktur bei uns löst sich langsam auf und die Armut steigt, aber spendabel sind unsere Politiker besonders im Ausland. Der Deutsche Michel arbeitet bis zum Umfallen und merkt es nicht, wie er ausgebeutet wird. Deutschland im Jahr 2019.

    Michael Rösler, 97437 Haßfurt

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