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    Ein weiteres Übel

    Zum Leitartikel "Gentechnik bleibt Gentechnik, oder? (26.7.):

    CRISPR/Cas9 ist eine neue Methode, die sich „anschickt, unsere Lebenswelt ra­di­kal zu verändern“, so der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock. Damit verbunden sei­en „unerwartete Chancen“ und „kaum kalkulierbare Risiken“. Das hat wohl der Europäische Gerichtshof auch so gesehen und in seinem Urteil klargemacht, dass die Risiken solcher Entwicklung höher zu bewerten sind als jeder mögliche Nutzen. Denn mit diesem gentechnischen Verfahren, der sogenannten „Genschere“, gelingen Eingriffe im Erbgut bei Mikroorganismen, Pflanzen, Tieren oder Menschen leichter als bisher. Doch mit diesem Urteil ist die Diskussion nicht am Ende. Denn wie können sich trotz des Urteils Staaten der EU zur Wehr setzen, wenn z.B. die USA dieses Urteil nicht anerkennt und die EU mit von der Genschere bearbeiteten Produkten beliefern will? Was wird man dann der US-Justiz entgegenzusetzen wagen? Am Beispiel VW weiß man, wie dies ausgehen wird. Mit der Gentechnologie ist die Büchse der Pandora zum Schaden der Menschheit weit geöffnet worden. Die „Genschere“ ist wohl ein weiteres Übel aus dieser Büchse.

    Hans Schwinger, 97525 Schwebheim

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