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    Es geht hier um Menschen

    Beim Lesen muss man den Eindruck gewinnen nach der Scheidung lebt die Familie weiter. Der ISUV scheint da traumtänzerisch unterwegs zu sein denn dem ist bei weitem nicht so. Der Hinweis auf keine Psychologin und kein Jurist ist mehr als berechtigt wenn er von einer Marketing-Fachfrau kommt. Zufall? Ein Schelm der dabei schlechtes denkt! Was ist denn ein zeitgemäßes, gerechtes Scheidungs- und Familienrecht? Für viele Kinder wäre es besser wenn dem einen Elternteil der Umgang verwehrt werden würde denn es lebt ein ganzer Berufszweig an Psychologen, Rechtsanwälten und Richtern davon die Folgen zu bearbeiten. Wenn das Kind dazu benutzt wird den anderen Elternteil seelisch und finanziell zu ruinieren anstatt die eigenen Probleme in Behandlung zu geben. Es scheint noch nicht in die Köpfe der Verantwortlichen vorgedrungen zu sein dass es hier um Menschen und nicht um Sachen geht die man beliebig hin und her schiebt. Man stelle sich die folgenden Klagewellen vor wenn der eingebrachte finanzielle Anteil zum Unterhalt permanent aufgerechnet wird. Ich kenne persönlich einige Fälle in denen wegen jedem Euro sofort die Anwälte bemüht werden. Und dann verlautet vom bayerischen Richterbund es gibt zu wenige Richter in Bayern... Vielleicht werden dann die Fälle sorgfältiger bearbeitet? Wieder ein Schelm der dabei schlechtes denkt! Wenn ich bisher nicht verstanden habe warum gut Verdienende unter der Brücke landen - nach dem Lesen des Artikels verstehe ich es denn dann kann man nur sagen Finger weg von Kindern in Deutschland. Also lieber ISUV Finger weg von solchen traumtänzerischen Balance- akten. Konzentrieren Sie sich darauf die vorhandenen Gesetze kindgerecht zu sehen und dafür einzutreten, dies ist auch ein Appell an die Verantwortlichen die zu oft zu oberflächlich reagieren! Ich stimme allerdings zu dass bei gemeinsamer Übereinkunft der Eltern das Umgangs- und Sorgerecht anders gelebt werden kann nur dazu bedarf es viel Überwindung wenn der Ex- Partner verletzt wurde oder immer noch ist... Übrigens: ist es im Interesse des Kindes wenn der eine Elternteil die Musikstunde verwehrt weil es von seiner Umgangszeit abgeht? Wenn es beim 3tägigen Umgang vor dem Fernseher oder Computer mit fadenscheinigen Argumenten geparkt wird nur um Kosten zu sparen? Armes Deutschland. Viel wichtiger wären Mentoren die die Kinder nach der Trennung der Eltern begleiten und ernst genommen werden. Weniger wichtig sind Gutachter die ihr Geld nicht wert sind und fatale Wirkungen herbeiführen. Ich hoffe ich konnte zum Nachdenken anregen denn wer individuell Lösungen anbieten kann und vor allen Dingen annimmt braucht kein Jugendamt und schon gar keine Gerichte die sicherlich andere Aufgabenstellungen haben...

    Gerald Bernert, 97616 Bad Neustadt

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