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    Für mehr Gerechtigkeit Renten und Pensionen gleichsetzen

    Grundsätzlich hat der Vorschlag des SPD-Bundesministers für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, durchaus seine Berechtigung. Wenn Herr Heil heute die Rente als „respektlos und unwürdig“ bezeichnet, die nach einem langen Arbeitsleben gerechterweise auch bei Mindestlohn nach dem vorgegebenen Prinzip für alle gleich berechnet wird, so ist das Ergebnis oftmals nicht nur für Geringverdiener menschenunwürdig. Diese Misere hat einzig und allein die frühere Regierung unter Kanzler Schröder zu verantworten und somit erscheint mir der Vorschlag des SPD- Minister Heil als Versuch einer längst überfälligen Wiedergutmachung. Mir persönlich geht dieser Vorschlag jedoch nicht weit genug, denn er ist ungerecht gegenüber all denen, deren Rente in diesem Programm keine Beachtung findet. Man könnte das Problem und die Ungerechtigkeit in unserem so reichen Land ganz einfach lösen, indem man die Renten den Pensionen unserer Staatsdiener gleich setzen würde. Denjenigen die permanent uns Rentnern ein schlechtes Gewissen einreden wollen, in dem sie anprangern das der Steuerzahler heute schon circa 87 Milliarden Euro jährlich der Rentenkasse zuschießen muss, sei gesagt, dass die Pensionen den Steuerzahler im Jahr 2017 rund 687,9 Milliarden gekostet haben.

    Jürgen Backmund, 97209 Veitshöchheim

    Die schändliche, politische „Rumeierei“ um die Grundrente, in unserem Parteien- und Staatsapparat, wo Geld keine Rolle zu spielen scheint, solange es den desaströsen Prioritäten der Eliten dient, ist menschenunwürdig für die Betroffenen und erzeugt Wut gegen die Politik. Unser Fiskus zieht „Nebensteuern“ von fast 80 Milliarden Euro ein, zum Beispiel Tabaksteuer 15 Milliarden, 17 Milliarden vom mittlerweile willkürlichen „Soli“. Dabei dürfen Großkonzerne und Superreiche fast 100 Milliarden jährlich raffiniert sparen oder bekommen noch Steuergeschenke. Obwohl politische Profilierungsprojekte wie der Berliner Flughafen bisher sechs Milliarden kostet und monatlich 30 Millionen verschlingt, für Stuttgart 21 keine zehn Milliarden reichen werden und die Bahn Mise macht, hatte man 2018 noch 36,6 Milliarden Finanzüberschuss. Nicht nur, dass viele Rentner unter dem Existenzminimum leben, man zieht ihnen sogar nach 40 Jahren Steuerzahlen, noch Steuern, Krankenversicherung, GEZ usw. ab. So belief sich alleine die den Rentnern abgezwungene Einkommensteuer 2018 auf rund sieben Milliarden Euro. Wenn drei Millionen Rentner in den Genuss von durchschnittlich 400 Euro mehr kämen, ergäbe dies nur 1, 2 Milliarden Euro, ein lächerlicher Betrag. Eine himmelschreiende Schande unserer Politiker.

    Werner Krieger, 97070 Würzburg

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