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    Geschichte lehrt, wie fatal es ist, Rechtspopulisten nicht ernst zu nehmen

    Alt-Bundespräsident Gauck wirbt für mehr Toleranz in Richtung rechter Konservatismus und meint, dass konservative Bundesbürger in der CDU wieder ihre Heimat finden sollten. Hier sehe ich keinerlei Handlungsbedarf bei den Unionsparteien, weil sowohl die CSU als auch die CDU für die Bewahrung der deutschen Traditionen und auch der christlichen Weltanschauung stehen. Ich fühle mich als liberaler und konservativer Mensch bisher gut vertreten, zumal es auch noch die Freien Wähler gibt, die ebenfalls diese Werte verkörpern. Im Umgang mit der AfD bin ich nicht Gaucks Meinung, dass die Wahl eines AfD-Abgeordneten zum Vizepräsidenten des Bundestages bisher blockiert worden wäre. Ich sehe es als Verpflichtung jedes demokratischen Bundestagsabgeordneten, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Wie könnte auch ein demokratischer Parlamentarier mit seinem Gewissen vereinbaren, einen AfD-Kandidaten für so einen wichtigen Posten zu wählen. Die Geschichte lehrt uns, wie fatal es ist, wenn bürgerliche Parteien Rechtspopulisten und Rechtsradikale nicht ernst nehmen. Anfang der 1930er Jahre unterschätzten die bürgerlichen Parteien, wie die Deutsche Zentrumspartei und die Deutsche Volkspartei, die Gefährlichkeit der NSDAP. Das führte zur größten Katastrophe der deutschen Geschichte – dem Zweiten Weltkrieg.

    Gerold Kober, 97294 Unterpleichfeld

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