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    Großzügigkeit und Sparzwang widersprechen sich

    Das Sozialministerium plant die Erhöhung des Taschengeldes für alle Asylbewerber. Dieser Mitteilung versetzt mich in meine Kindheit und frühste Jugend zurück. Taschengeld war ein Thema, das mit Gegenleistung und Gehorsam einherging. Ich definiere Taschengeld als ein Zugeld, das nicht lebensnotwendig ist, jedoch verschiedenste Annehmlichkeiten ermöglicht. Schön für diejenigen, die monatlich in den Genuss dieses vom Steuerzahler finanzierten Geschenks, ohne jede Verpflichtung, kommen. Nur diese Großzügigkeit auf der einen Seite, und der uns Bürgern gebetsmühlenartig von der Regierung suggerierte Sparzwang, wiedersprechen sich für mich. Wie erklärt sich sonst die in unserem Land weitverbreitete Altersarmut, und ein stetiges Zunehmen der Bevölkerungsschicht, die von ihrer Rente oder Einkommen nicht mehr leben kann? Vielleicht sollte man im Sozialministerium auch mal darüber nachdenken, ob hier ein Taschengeld nach Asylanten-Berechnungsvorgabe gerechtfertigt wäre, zumal ein Großteil dieser Menschen ihre Gegenleistung längst erbracht hat.

    Jürgen Backmund, 97209 Veitshöchheim

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