• aktualisiert:

    Immense Summen werden der Rüstungsindustrie zugeschanzt

    Zum Artikel „Zum Ende noch Harmonie beim Nato-Gipfel“ (5.12.):

    Die Bedrohungslage zwinge zu radikaler Steigerung der Verteidigungsbereitschaft, so das nach wie vor propagierte Geschäftsmodell der Nato. Diese hartnäckige Behauptung wirkt: Eine beispiellose Aufrüstung der Bündnispartner soll der Rüstungsindustrie in den nächsten Jahren zusätzliche Aufträge von fast einer halben Billion Euro bescheren. Von den Leitmedien kritiklos eingehämmert, sickert die Propaganda in die Köpfe der eh schon verunsicherten Bürger. Widerstand regt sich nicht, obwohl immense Summen, welche allerorten für die vielen drängenden Aufgaben der Gegenwart und Zukunft gebraucht werden, weiter einem mächtigen Industriezweig zugeschanzt werden, dessen Produkte ausschließlich auf Vernichtung und Tod ausgelegt sind. Dabei führen Nato-Partner selbst unverhohlen völkerrechtswidrige Kriege, sie verraten vor unser aller Augen durch ihr Handeln sämtliche Werte und internationalen Vereinbarungen. Zudem bleiben sie uns nach wie vor stichhaltige Beweise schuldig, wieso das Territorium von Nato-Bündnispartnern konkret bedroht sein soll. Die Nato ist es doch selbst, die an erster Stelle die globale Aufrüstung massiv vorantreibt: Die Nato-Mitglieder geben jetzt schon die unfassbare Summe von fast einer Billion Euro pro Jahr für Rüstung aus – sechsmal mehr als China und 16-mal mehr als Russland. Wieso erkennen wir als Wähler nicht, welche Verantwortung wir für diese militärische Eskalationsspirale und die mit ihr verbundene Gefahr von weiterer Zerstörung und Leid, regionaler Destabilisierung und Flucht tragen?

    Eva Peteler, 97080 Würzburg

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!