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    In der Mitte haben nicht alle Platz

    Zu Artikeln über die Landtagswahl in Thüringen:

    Die Wahl in Thüringen hat es erneut und in einem erschreckenden Maße gezeigt, das die „Mitte“ nicht der Platz ist, den die SPD Deutschlands für sich reklamieren sollte. Die Mitte ist ein schmaler Pfad, auf dem nicht alle Platz haben können. Die SPD hat mit der Regierung unter Gerhard Schröder einem Großteil seiner Wähler die rote Karte gezeigt und diese zeigen jene nun seit Jahren der SPD. Wenn die Parteispitzen es nicht sehen können oder wollen, wird dies zum Abschied der einstigen „Volkspartei“ führen. Eine Volkspartei kann nur sein, wer glaubwürdig und verlässlich für das Volk Politik macht. Dies ist weder bei der SPD noch bei der CDU in den letzten Jahren der Fall. Anders kann man sich die Erfolge der AfD nicht erklären. Skandale, Lobbyistenklüngel und unehrliche wie verfehlte Basispolitik, die man als „Neuausrichtung“ verkaufen möchte, sind eine Art der Volksverdummung, die der Wähler entsprechend quittiert. Die SPD wäre gut beraten aus der GroKo auszutreten und in der Opposition einen inhaltlichen wie personellen Neuanfang zu starten. Aber offensichtlich sind Ministerämter und Pöstchen wichtiger als die härtere Arbeit in der Opposition. Der Wähler hat dies schon lange durchschaut und da hilft auch eine Castingshow zur Vorsitzendenfindung nicht wirklich weiter, wenn die Kandidaten mit dem Begriff sozial genauso viel zu tun haben, wie bei anderen der Begriff christlich auch nur ein Teil des Namens ist.

    Jürgen Rüster, 97340 Segnitz

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