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    Man kann nicht von Fahrlässigkeit sprechen

    Also das mit dem „fahrlässigen Vollrausch“ ist ja so eine Sache und da schlägt es jedem Normaldenkenden den berühmten Boden aus dem Fass. Man denkt ja, dass jeder nur zwei Möglichkeiten wählen kann: Trinkt man oder trinkt man nicht? Und wenn man dann getrunken hat: Fährt man oder fährt man nicht? Meiner Ansicht nach hat er sich bewusst zweimal „falsch“ entschieden, womit man also nicht mehr von Fahrlässigkeit reden kann, sondern von Vorsatz. Der dritte Vorsatz wäre dann sogar noch, volltrunken und im Wissen, andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden, riskante Fahrmanöver zu veranstalten. Da kann man wahrlich nicht mehr von Fahrlässigkeit sprechen. Aber das Urteil liest sich inklusive Gutachten etwa so: Der Beschuldigte ist gestolpert. Dabei sind ihm ein paar Liter Hochprozentiges in den Rachen gerutscht. Dann trugen ihn vier junge Männer zum Auto und nötigten ihn zu rasen. Dabei übersah er die junge Frau. Wen wollen dieser Gutachter und Richter damit verkackeiern?

    Andreas Birnbach, 97424 Schweinfurt

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