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    Mehr Papst und Vatikanstaat verpflichtet als den nach Reform dürstenden Gläubigen

    Zu den Artikeln "Wie der „Reformer“ Marx zermürbt wurde" und " Der Papst schweigt zum Zölibat":

    Marx ist kein Reformer, er tut nur so als ob und vertröstet gerne auf Gespräche über Gespräche in Reformausschüssen. Reform ist ja genau das, was die römisch-katholische Kirche scheut wie der Teufel das Weihwasser. Mehr Papst und Vatikanstaat verpflichtet als den nach Reform dürstenden Gläubigen in Deutschland, verteidigt der Münchner Kardinal brav die Katholizität gegen Wünsche nach mehr Demokratie und Gleichberechtigung. Die labile Haltung der hohen Kleriker und ihres Herrn gegenüber Reform und Fortschritt in ihrer Kirche werden Evangelikale in Südamerika weidlich auszunutzen wissen. Indem Papst, Vatikan, Kardinäle  und Bischöfe weiterhin mit ihrem Alte-Männer-Starrsinn gegen „die Entstehung protestantischer Kirchenparlamente“ (Woelki) vorgehen, stärken sie ausgerechnet diese reformwilligen Kräfte. So gesehen sind Marx, Schlick und Woelki Bremser im Namen ihres römischen Herrn und keine Reformer. Sie wollen, sollen, dürfen und müssen die Sehnsucht ihrer Gläubigen nach mehr Teilhabe an kirchenamtlicher Glaubensverkündigung „auf Deubel komm raus“ nicht verstehen. Solange der hohe Klerus von unser aller Steuergeldern mit Staatsleistungen und von Kirchensteuern der Gläubigen für seine undemokratische Arbeit so gut dotiert wird, wird sich nichts ändern, denn wie heißt es bei Goethe: "Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Ach wir Armen!" (Faust I, Margarete).

    Frank Stößel, 97299 Zell

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