• aktualisiert:

    Menschen für die Entscheidung sensibilisieren

    Die vorstehende Überschrift im Leserforum halte ich zumindest für überzogen, wenn nicht sogar für unverfroren. Eine Ausrede wird in der Regel dann gebraucht, wenn man sich einer wie immer gearteten Pflicht entziehen will. Dass eine Verpflichtung zur Organspende bei uns besteht, ist mir nicht bekannt. Ich bin auch dagegen, dass – wie von der Politik beabsichtigt – eine Widerspruchslösung eingeführt wird, die voraussetzt, dass ein/e Verstorbene/r grundsätzlich als Organspender zur Verfügung steht. Ob er oder sie das will, kann er oder sie zu Lebzeiten entscheiden. Ich stimme zu, dass die Menschen für diese Entscheidung sensibilisiert werden sollen. Aber eine durch äußeren Druck entstandene moralische Verpflichtung lehne ich ab. Ich kann nachvollziehen, dass schwer erkrankte Menschen sich von einer Organspende Heilung erhoffen. Ich kann aber auch einsehen, dass sich Menschen aus welchen Gründen auch immer gegen eine Spende ihrer Organe entscheiden. Im übrigen besitze ich einen ausgefüllten Spenderausweis.

    Rudolf Greubel, 97464 Oberwerrn

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!