• aktualisiert:

    Mit Sprache spielerisch umgehen

    Zum Samstagsbrief "Pardauz, Herr Sturn, feiern wir spielerisch die deutsche Sprache!" (14.9.):

    Frau Natter bringt’s mit herrlichen sprachlichen Formulierungen auf den Punkt. Richtig ist, dass wir uns gegen Anglizismen wehren. Aber Begriffe aus anderen Sprachen und Kulturen können die deutsche Sprache auch bereichern, wie sie es seit eh und je tun. Richtig ist, dass wir die deutsche Sprache pflegen sollen. Aber eine Sprache lebt: Niemand kann ungebräuchliche Wörter in die Zukunft retten und darf Neuschöpfungen verteufeln. Das geschieht aber vor allem bei der gendergerechten Sprache. Statt bei der Suche nach guten Formulierungen hilfreich zu sein, wird vom „Verein Deutsche Sprache“ das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Frauen, die mit weiblichen Begriffen angesprochen werden möchten, werden gar mit der Gestapo und dem KGB verglichen. Das ist diktatorisch. Frau Natter regt dagegen an, mit der Sprache spielerisch umzugehen. Das erinnert mich an ein altes Lied: „Das Leben ist ein Spiel und wer es recht zu spielen weiß, gelangt ans große Ziel.“

    Magnus Lux, 97453 Schonungen

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!