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    Ungefragtes Bündel guter Ratschläge

    Da gibt es eine Atomexpertin der Grünen, die sich als neue Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Reaktorsicherheit vorstellt. Nachdem seit Jahrzehnten nie Fortschritte für die Endlagerung radioaktiver Abfälle in der Bundesrepublik bekannt wurden, darf man mit Recht vermuten, dass gerade dieser Ausschuss weiterhin eine Blockade aller deutschen Endlagerprojekte betreibt. Der Vorsitzenden kann es nicht schmecken, wenn sie nun höflich aus der Schweiz über deren Projekt zur Endlagerung radioaktiver Stoffe, mit Standort-Vorschlägen und Fertigstellungsterminen, informiert wird. Ihr Protestschreiben nach Bern bemängelt vorab, dass an den drei möglichen Standorten noch keine Tiefbohrungen und keine unterirdischen Erkundungen stattgefunden haben und diese zur Nachprüfung nach Berlin übermittelt worden sind. Es wird auch kritisiert, dass Schweizer Bürger höheren Einfluss auf die Standort-Auswahl hätten, als die deutschen Anwohner. Ungefragt wird ein Bündel guter Ratschläge an Bern beigefügt. Dass es eigentlich nur um die Sicherheit zu gehen habe und nicht um die Kosten und darüber, wie lange die Abfälle grundsätzlich zu lagern seien. Gratis ist die Forderung zu einem möglichst aufwändigen internationalen Genehmigungsverfahren, sowie als Voraussetzung, die aufs Fass genau geplante Abfallmenge. Die Antwort der Schweizer ist absehbar: Die Bundesrepublik möchte sich endlich ein eigenes Endlager einrichten und erst danach andere Staaten belästigen.

    Peter Schub, 97506 Grafenrheinfeld

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