• aktualisiert:

    Unkritische Haltung gegenüber der DDR

    Zum Artikel „Die Grünen blühen nur im Westen auf“ (13.11.):

    Warum die Grünenpartei nach der Wende in den neuen Bundesländern nicht Fuß fassen konnte, liegt auch in ihrer teilweise unkritischen Haltung gegenüber der früheren DDR begründet. Sie war es doch, die als reine westdeutsche Partei bis zuletzt den Fortbestand des sozialistischen Staates forderte. Und dies noch zu einem Zeitpunkt, als etwa die SPD, die noch kurz vorher eine Wiedervereinigung als Lebenslüge abgetan hatte, insoweit eine 180-Grad-Wendung vollzogen hatte. Oder Joschka Fischer, der mit einer Wiedervereinigung rein gar nichts am Hut hatte. Die ostdeutschen Wähler haben in dieser Frage sehr genau das Verhalten der westdeutschen Parteien gewürdigt. CDU/CSU, die immer den Wiedervereinigungsgedanken hochgehalten hatten und am meisten zu dessen Realisierung getan hatten, haben jahrelang von dieser Haltung profitiert.

    Ludwig Schierlitz, 97737 Gemünden

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!