• aktualisiert:

    Wer in Deutschland leben möchte, muss unsere Gesetze einhalten und die offene Gesellschaft akzeptieren

    Frau Kelek wäre gut beraten, sich mit den differenzierten Argumenten und Positionen syrischer Männer zu unserer christlich/humanistisch geprägten westlichen Welt, so wie sie ist und sich verhält, sachlich auseinanderzusetzen. Doch Frau Kelek argumentiert lieber mit eindimensionalen und polemisierenden Stereotypen, die die vielschichtige Wirklichkeit des Islam bewusst diskreditieren. Es ist mehr als bedauerlich, dass Ihre Zeitung dafür unkommentiert Raum bietet. In jeder anderen wissenschaftlichen Disziplin würde Frau Kelek mit diesen platten Aussagen ihre Reputation zu Grabe tragen; bleibt zu hoffen, dass es die Soziologie auch so sieht. Denn eine Soziologin sollte in der Lage und willens sein, einen fundierten Diskurs über die faktisch immer noch vorhandenen strukturellen und gesellschaftlichen Integrationshemmnisse zu führen, die Parallelgesellschaften fördern.

    Eva Peteler, 97080 Würzburg

    Alle Achtung, dass Sie den Mut aufbringen, das Interview mit Necla Kelek zu veröffentlichen, denn damit schwimmen Sie gewaltig gegen den vorherrschenden „mainstream“. Bezüglich der tabuisierenden „öffentlichen Meinung“ und dem naiven, ja planlosen Agieren der Führungseliten sind Keleks profunde Erfahrungen wegweisend für uns, wenn es darum geht, sich eine objektive Meinung bilden zu können. Keleks Feststellung am Ende des Interviews kündigt uns schwere Zeiten an, die mit Sicherheit eintreten werden, wenn das Steuer nicht umgedreht wird.

    Hilmar Stühler, 97525 Schwebheim

    Endlich einmal ein Artikel, der Chancen, Probleme und Grenzen der Integration ohne Ideologie klar und deutlich aufzeigt. Die muslimischen Zuwanderer sind in Kulturkreisen aufgewachsen, deren Wertvorstellungen zum Teil im Widerspruch zu denen der europäischen Werte stehen. Um der Masse der Migranten die nötigen elementaren Kenntnisse über unsere Werte zu vermitteln, sollten Tausende Sozialarbeiter ausgebildet werden. Das braucht Zeit und Geld. In den Schulen müssen wir aufpassen, dass die sogenannten Willkommensklassen nicht gegen die Inklusionsprogramme ausgespielt werden. Wenn es uns gelingen würde, wenigstens einen Teil der Migranten in Sprache und Kenntnissen auszubilden, hätten wir viel erreicht. Leider stehen sie dann in Konkurrenz mit den Arbeitnehmern der niedrigeren qualifizierten Arbeitsplätze.

    Klaus Böttner, 97508 Grettstadt

    Die Soziologin Necla Kelek hat, in Verbindung mit den vielen muslimischen Zuwanderern, vor Parallelgesellschaften in Deutschland gewarnt. Alle ihre Argumente und Befürchtungen kann ich teilen. Wir sollten bei der Aufnahme von Flüchtlingen menschlich sein. Gleichzeitig dürfen wir nicht aus falsch verstandener Toleranz unsere Werteordnung aufgeben. Wer hier in Deutschland leben möchte, der muss unsere Gesetze einhalten und unsere offene Gesellschaft akzeptieren. Bei nicht gelungener Integration und bei Straffälligkeit müssen wir auch bei der Ausweisung konsequent sein. Trotzdem finde ich die Aufnahme von Menschen, die in höchster Gefahr sind und aus einem Krisengebiet fliehen, als eine humanitäre Selbstverständlichkeit. Diese Menschen sind unterwegs, um für sich und ihre Familien Sicherheit zu finden und nicht, weil die Kanzlerin sie gerufen hat.

    Gerold Kober, 97294 Unterpleichfeld

    reda

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!