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    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben

    Ministerin Huml hat die Auszahlung des bayerischen Landespflegegeldes für 2019 angekündigt. Anspruch haben Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2, um deren Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Sie sollen sich mit dem Geld etwas gönnen, was sie sich normal nicht leisten können oder andere finanziell unterstützen, die ihnen bei der Bewältigung des Alltags helfen. Wie Pflegefälle in den Stufen 4 und 5 dies bewerkstelligen sollen, kann niemand beantworten, auch nicht das Ministerium. Hier sind die Angehörigen gefordert, vor allem wenn sie die Pflege selbst übernehmen oder gar fremdes Pflegepersonal beschäftigen. Da die Auszahlung aber nur an die Pflegebedürftigen selbst möglich ist, wird beim angekündigten Zahlungstermin Mitte Oktober für die im Lauf des Jahres Gestorbenen kein Pflegegeld überwiesen. So will es der Gesetzgeber. Die Angehörigen schauen somit in die berühmte Röhre. Deshalb immer daran denken: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben (Gorbatschow). Und wer zu früh stirbt, den bestraft die CSU.

    Theo Sauer, 97740 Werneck-Mühlhausen

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