• aktualisiert:

    Wir sollten uns fragen, wie viele elektrische Haushaltsgeräte wir wirklich brauchen

    Es ist sicher richtig, energiesparende Großgeräte wie Waschmaschine oder Spülmaschine zu fördern. Wir sollten uns aber in diesem Zusammenhang auch fragen, wie viele elektrische Haushaltsgeräte wir wirklich brauchen. Ein Beispiel ist die elektrische Brotschneidemaschine. Jeder, der eine hochwertige mit Handkurbel besitzt, wird bestätigen können, dass man damit alles genauso gut und ohne Kraftaufwand schneiden kann wie elektrisch. Und wenn wir uns in unserer Küche mal kritisch umschauen, finden wir noch eine ganze Reihe anderer Geräte, die zwar nett, aber eigentlich nicht als Elektrogeräte notwendig sind. Nein, der Anspruch muss lauten, intelligente Geräte zu fördern, die überhaupt keinen Strom benötigen.

    Heinz Braun, 97084 Würzburg

    Die CSU weiß, wie sie Wähler für sich gewinnt und entdeckt ihr grünes Herz. Das ist prinzipiell eine erfreuliche Entwicklung für unsere Umwelt und uns Bürger. Doch damit wird auf Landesebene ein besorgniserregender politischer Prozess vorangetrieben, der bereits auf Bundesebene fatale Folgen hat. Angela Merkel hat als Bundeskanzlerin über Jahre hinweg einen im Kern sozialdemokratischen Kurs eingeschlagen und damit konservative Wähler verprellt. Damit hat die Union nicht wenige ihrer Wähler rechtspopulistischen Parteien in die Arme getrieben und ganz nebenbei die SPD mit zerstört. Die CDU hat durch ihren unklaren Kurs die politische Landschaft der Bundesrepublik komplett ins Wanken gebracht: Originär rote Themen wurden plötzlich zu Unionsthemen, und momentan werden originär grüne Themen ebenso von der Union aufgesaugt, in der Hoffnung, wieder mehr Wählerstimmen verbuchen zu können. Der Effekt ist zum einen, dass dieses alles vereinnahmende Vorgehen dazu führt, dass es Wählern schwerfällt zu wissen, welche der etablierten Parteien denn noch für welche konkreten Inhalte stehen und erneut konservative Wähler der Union den Rücken kehren werden, die den neu entdeckten grünen Kurs von Markus Söder nicht gutheißen. Freuen dürften sich erneut das rechte Parteienspektrum, und man fragt sich, ob die Union aus bereits begangenen Fehlern nichts dazugelernt hat. Ich möchte in keinem Land leben, in dem ich nur noch zwischen schwarz und braun wählen kann. Ich möchte eine bunte Parteienlandschaft zur Auswahl haben und möchte wissen, welche Farben für welche Inhalte stehen, und wie sich die einzelnen Parteien thematisch voneinander unterscheiden.

    Dr. Dirk Hartwig, 97828 Marktheidenfeld

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!