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    Zur Abschaffung des Tierleids selbst beitragen

    Zum Artikel „Allgäuer Tierskandal wirft die Frage auf: Wann beginnt Tierquälerei?" (16.7.):

    Die Soko Tierschutz hat mit ihrer Aussage „Milch ist untrennbar mit dem Leid von Tieren verbunden“ natürlich recht, denn: allein die Trennung von Mutterkuh und Kalb nach nur wenigen Tagen, um möglichst schnell an Kuhmilch für den Menschen zu kommen, ist für beide eine Qual. Und es ist nicht anders, als würde man einer Menschenmutter ihr Baby wegnehmen und es in einen kleinen Kasten sperren, um es dann mit einer weißen Muttermilch-Ersatzpampe möglichst schnell fett zu machen. Ebenso ist das tagtägliche Auf- und Nieder ohne jede Bewegungsmöglichkeit und das Stehen und Liegen im eigenen Gestank eine Qual. Den Klimaschutz-Aspekt von Milch anbetreffend, hat die Heinrich-Böll-Stiftung die XXL-Klimabilanz der Fleisch- und Milchgiganten veröffentlicht. Danach stoßen die größten Fleisch- und Milchkonzerne mehr Treibhausgase aus als Big Oil (Shell, Exxon etc.) bzw. mehr als ganz Deutschland. Danach verursachen diese Konzerne 932 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, während Deutschland, der viertgrößte Industrie-Staat der Welt, 902 Millionen Tonnen ausstößt. Dabei werden Methan und Stickoxyde der Agrar-Industrie nicht mal erwähnt. Nach den Forschungsergebnissen von Colin Campbell, Verfasser der CHINA-Studie, ist der Konsum von Milch an der Entstehung vieler Zivilisationskrankheiten beteiligt. Es gibt also viele gute Gründe für Konsumenten, zur Abschaffung des Tierleides selbst beizutragen, d.h. sich zu einer vegetarisch-veganen Ernährungsumstellung mit Genuss, aber ohne Tierleid zu entschließen.

    Regina Maria Leshel, 97839 Esselbach

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