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    Benimm und Rücksichtnahme als zielführende Ansätze

    Zum Samstagsbrief „Sanften Tourismus für die Mainschleife, Marco Mainberger!“ und zum Artikel „Astheimer wehren sich gegen Ansturm“ (10.8.):

    Herr Maiberger macht seit 15 Jahren einen tollen und hervorragenden Job an der Mainschleife. Ihn dafür verantwortlich zu machen, dass es hie und da mal etwas lauter, lockerer oder enger zugeht, ist so nicht gerechtfertigt. Fast alle an der Mainschleife wollten/wollen und brauchen den Tourismus. Die Bürgermeisterin von Nordheim hat es sehr sachlich formuliert. Die Touristen, die Herr Maiberger an die Mainschleife holt, sind zum größten Teil nicht diejenigen, die von manchen als „Problem“ genannt werden. Die meisten jungen Menschen, die zurzeit den Main bevölkern, sind Einheimische aus dem Umfeld von 10 bis 15 Kilometern. Natürlich auch solche, die direkt am Main leben und den Fluss als „ihren Main“ bezeichnen. Ich wäre froh gewesen, wenn ich als Jugendlicher die gleiche Möglichkeit gehabt hätte, mich im Main zu tummeln wie meine Kinder und Enkelkinder. Ich sehe das Problem nur beim Verhalten: Parken und beim Abfall. Da könnte aber Abhilfe geschaffen werden. Klar ist auch, dass die Schifffahrt Vorfahrt hat. Was mich ärgert, ist, dass viele Boote im Landschaftsschutzgebiet viel zu schnell fahren. Lasst bitte die Kirche im Dorf und den Jungen ihren Spaß im und auf dem Main. Vielleicht werden wir sie im nächsten Jahr schon wieder vermissen.

    Hans Holzinger, 97247 Eisenheim

    Es war längst überfällig, dass Bürgerinnen und Bürger einer Mainschleifengemeinde mit ihrer öffentlichen Demonstration auf ausufernde, unhaltbare Geschehnisse aufmerksam machen. Die Verlierer der Menschenmassen an Freizeitnutzungs- und Erholungsuchenden auf, am und um den Altmain sind ohne jeden Zweifel die Bewohner der Anliegerorte und die Natur – Fauna und Flora! Die Lebensqualität in unserer Heimat erleidet großen Schaden. Biodiversität und Nachhaltigkeit sind wirklich wichtige, ernsthaft zu verfolgende Schlagworte der Gegenwart. Völlig zu Recht müssen wir uns spätestens jetzt Gedanken machen, ob und wie wir die (Über-)Lebensfähigkeit unseren Folgegenerationen weiterreichen. Oder bedeutet Biodiversität, dass möglichst zahlreiche, vielfältige, bunte Schwimmkörper auf dem Main treiben, und Nachhaltigkeit, dass die Natur am Fluss anhaltend, dauerhaft zerstört wird? Verwenden unvernünftige, ignorante und rücksichtslos egoistische Mitmenschen beispielsweise ihren „Einmalgrill“ dazu, um dieses Teil „ein Mal“ in Landschaftsschutz- und Naturschutzgebieten unverrottbar liegen zu lassen? Politisch Verantwortliche, Betroffene und Verursacher sollten – ja, müssen – schnellstmöglich Lösungen finden! Ehrliches Nachdenken, Vernunft, guter Benimm und Rücksichtnahme wären nach meiner Überzeugung einfachste, umsetzbare und zielführende Ansätze.

    Edgar Sauer, 97334 Nordheim

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