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    Die Bauern haben immer ihre uneingeschränkte Kompromissbereitschaft zum Ausdruck gebracht

    Zum Artikel "Wie es der deutschen Natur geht" (20.5.):

    Wer sich den Bericht zur Lage der Natur genauer anschaut wird feststellen das er in guter alter Manier geschrieben ist.
    Mit Populismus, Halbwahrheiten, dramatischen Übertreibungen und veralteten Daten (z.B. „aktueller Auenbericht von 2009) immer schön drauf auf die böse Landwirtschaft. In diesem gleicht er allen vorrangegangen Berichten aus dem Dunstkreis BMU, NABU,BUND, UBA, BfN, usw.  Hier ein paar Beispiele wie genau es die Verfasser mit der Wahrheit nehmen.
    Die Umwandlung (Umbruch) von Dauergrünland in Ackerland ist schon seit Jahren verboten. Trotzdem wird im Bericht von einer großflächigen Umwandlungen gesprochen.
    Es wird von negativen Auswirkungen einer zunehmenden Rapsanbaus berichtet. Ironischerweise sind die Rapsflächen in den letzten Jahren um ca. 30% zurückgegangen. Zudem scheinen die Verfasser noch nie neben einem Rapsfeld gewesen zu sein den die sind bei Insekten und Vögeln sehr beliebt.
    Auch Landschaftselemente (Gehölze) sind geschützt und dürfen entgegen der Behauptung im Bericht nicht entfernt werden
    Mit etwas Kreativität kann man die tollsten Berichte erstellen. Wäre ja auch langweilig immer nur die Wahrheit zu schreiben.
    Auch das mitwirken von ehrenamtlichen Naturschützern an wissenschaftlichen Berichten lässt einen nur kopfschüttend zurück.
    Noch ein paar „ Fakten“ die eindeutig die „Schuld“ der Landwirtschaft belegen.
    Die Menge der eingesetzten Pflanzenschutzmitteln sinkt seit Jahren
    Es wird nachweislich immer weniger Dünger ausgebracht.
    Der Viehbestand in Deutschland ist seit Jahren rückläufig
    Jeden Tag verschwinden alleine in Bayern 11 ha landwirtschaftliche Nutzfläche (kann also vom Bauern nicht mehr vergiftet werden)
    Immer mehr Bauern beteiligen sich an Umweltmaßnahmen z.B. Blühflächen
    Wenn man sich jetzt anschaut was in den letzten Jahren zugenommen hat reibt man sich verwundert die Augen
    Noch nie gab es so viele Schutzgebiete und Ausgleichsflächen in Deutschland
    Zunahme des Ökologischen Landwirtschaft
    Kommt man auf die letzten Seiten des Berichtes lassen die Verfasser die Masken fallen. Es geht Ihnen gar nicht so sehr um die Umwelt es geht um die Ausstattung.
     
    Natürlich finanzieller Art. Wie soll man auch sonst seine Verbände versorgen die dieses Geld dringend für sinnvolle Projekte wie verhungerte Konik-Pferde (NABU SH) oder verendete Heck-Rinder (NABU Thüringen) brauchen.
    Und noch etwas fehlt im Bericht. Durch kostenlose Überlassungen durch die öffentliche Hand sind Verbände wie z.B. NABU einer der größten Flächenbesitzer in Deutschland. Das bedeutet natürlich auch sehr hohe Zahlungen aus dem Agrarhaushalt.
     
    Die Bauern haben bei Ihren Protesten immer Ihre uneingeschränkte Rede- und Kompromissbereitschaft zum Ausdruck gebracht.
    Dieser ideologisch verblendete Bericht ist ein schlag ins Gesicht der Landwirte.
    Da auch die politische Wertschätzung nicht mehr Wert ist als heiße Luft, werden die Bauern wohl wieder auf die Straßen gehen müssen.

    Michael Weigand, 97199 Goßmannsdorf

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