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    Die stärkste Wurzel der AfD ist die Angst

    Zum Leitartikel "Der Fall Kalbitz erinnert n ein Schmierentheater" (19.5.):

    In seinem Leitartikel hat Herr Junginger die momentane Situation um die Ausrichtung der AfD sehr gut dargestellt. Es gibt eine Auseinandersetzung zwischen den angeblich Gemäßigten um Parteichef Meuthen und den radikalen Kräften vom sogenannten Flügel, zu denen Herr Höcke und auch Herr Kalbitz gehören. Doch für genaue Beobachter der AfD, ist diese Unterscheidung irreführend, da alle AfD-Mitglieder eine rechtsnationale Ideologie vereint. Leute wie Herr Meuthen, könnten die Partei ja verlassen, wenn sie moralische Bedenken und ein aufrichtiges Demokratieverständnis hätten. Nach meiner Meinung, kann kein Demokrat einer Partei mit einer völkischen, rassistischen und nationalistischen Zielsetzung angehören. Deshalb ist die Alternative für Deutschland auch keine bürgerliche und demokratische Partei. Da Herr Gauland gesagt hat, dass Herr Höcke zur Mitte der AfD gehöre, wäre es logisch, wenn der Verfassungsschutz die gesamte AfD beobachten würde. Die stärkste Wurzel der AfD ist die Angst und so hat diese Partei die Ängste der Menschen in der Flüchtlingskrise genauso instrumentalisiert, wie sie es jetzt auch während der Corona-Pandemie versucht. Leider sind in unserem Land, trotz dieser leidvollen Vergangenheit, viele Menschen anfällig für rechte Parolen. Bürger mit guten Geschichtskenntnissen sollten eigentlich immun gegen eine rechte Ideologie sein. Für uns Deutsche, darf es 75 Jahre nach einer verbrecherischen NS-Herrschaft und einem von Deutschland ausgehenden, verheerenden 2. Weltkrieg, keine Sympathien für eine solche Gesinnung mehr geben. Wir leben in einem freien Rechtsstaat, mit sozialen Absicherungen, um die uns viele Menschen in anderen Ländern beneiden. Wir haben verantwortungsbewusste Regierungspolitiker, die uns bis jetzt gut durch die Corona Krise manövriert haben und die es sich mit ihren Entscheidungen nicht leicht machen. Wir Deutsche können stolz sein, was wir nach der Katastrophe von 1945 erreicht haben. Auch dass wir wieder, nach all den Verbrechen durch das NS-Regime, einen anerkannten Platz in der Völkergemeinschaft gefunden haben.   

    Gerold Kober, 97294 Unterpleichfeld

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