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    Gedenken an den deutschen Widerstand gegen das NS-Regime

    Zum Artikel „Beflaggung zum 20. Juli“ (17.7.):

    Unendlich wichtig auch für mich: die Erinnerung an das Morden und alle Gräueltaten – nicht nur – der Wehrmacht, der SS und vieler Einzelner in hohen Verantwortungsbereichen. Wenn schon der 20. Juli, der Tag des leider missglückten Attentats von der Gruppe um Oberst Graf Schenk von Stauffenberg auf Hitler, warum wird gerade dieser Tag öffentlich so präsent gehalten? In welchem Zwiespalt befanden sich die hochrangigen Militärs dieser als Widerständler geehrten Männer seit 1933 bis 1944? Gerne würde ich die Menschen mit geehrt wissen, die im Stillen erfolgreich in vielfältiger Weise mutig Widerstand geleistet haben – über Georg Elsner und Geschwister Scholl hinaus. Stille „Helden“, die Menschen gerettet haben, einbezogen die „standrechtlich“ erschossenen Deserteure, die das Morden aus den Reihen der SS und Wehrmacht nicht mittragen wollten, halte ich mindestens ebenso hoch wie die – recht spät erst – agierende Gruppe um den 20. Juli. Gerade im Hinblick auf die furchtbare Entwicklung in der heutigen Gesellschaft – über eine Partei hinaus, über Deutschland hinaus in der EU, teils in marodierenden Gruppen mit rechtsradikalem Gedankengut und Zerstörungswillen sollte Widerstand mehr und nachhaltiger sein als ein Gedenktag mit Beflaggung.

    Helmut Brand, 97456 Hambach

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