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    Home Biking statt Home Schooling

    Zum Artikel „Wie geht guter digitaler Unterricht?“ (4.7.):

    Die Berichterstattung der letzten Tage bringt mich zu der Frage: Was unterscheidet Biker von Familien mit schulpflichtigen Kindern? Biker demonstrieren, Familien eher nicht. Biker kämpfen für ihr Freizeitvergnügen, Familien kämpfen für jede Minute Freizeit, die ihnen Home Schooling und Home Office noch lassen. Sie haben weder Zeit noch Nerven, ihre Nöte auf die Straße zu tragen. Deshalb ist es gut und notwendig, dass Ihre Zeitung das aktuelle Desaster thematisiert und zugleich Mindeststandards an guten Online-Unterricht anmahnt. Warum eigentlich wird nicht ein Teil der großen Ferien genutzt, die neuen Techniken gerade mit den nicht so IT-affinen Lehrern einzuüben? So aber ist zu erwarten, dass im Herbst das Gegurke weitergeht, denn der nächste lokale Corona-Ausbruch wird kommen und damit die nächste Schulschließ- ung. Die bringt zwar epidemiologisch nicht viel, vermittelt aber den Eindruck politischer Handlungsfähigkeit und die Eltern wehren sich ja nicht. Mal ins Blaue gedacht: Wie wäre es, wenn das bayerische Kabinett mal nicht Home Schooling sondern Home Biking anordnen würde? Traut sich keiner, denn dann wäre Feuer unterm Dach.

    Prof. Bernd Breutmann, 97204 Höchberg

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