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    Jede Gesellschaft bekommt, was sie verdient

    Zum Leserforum „Und der Teamgeist?“ (9.5.):

    Ich habe die Zeilen mit großem Interesse gelesen und dachte: Entweder hat das ein Pflegeprofi oder ein sehr guter Beobachter geschrieben, der begriffen hat, um was es geht. In Corona-Zeiten bekam die Arbeit in der Pflege ein wenig mehr Aufmerksamkeit. Aber das ist schon wieder vorbei. Die meistverbreitete Meinung ist doch, dass Menschen, die in der Pflege arbeiten, etwas unselbständge, befehlsempfangende Lakaien der Ärzte sind und deshalb auf ein Minimum reduziert werden können. Dadurch entsteht ein Berufsbild, das nicht stimmig ist. Es wundert mich nicht, dass viele Menschen diesen Beruf nicht mehr ergreifen wollen, obwohl es sich um eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit handelt. Frage: Was passiert, wenn kein Umdenken stattfindet? Kein Krankenhaus kann ohne Pflegepersonal existieren, die Zahl der Ärzte, Oberärzte, Chefärzte und Professoren ist hierbei völlig ohne Belang. Ohne Pflegepersonal läuft gar nichts. Fazit: Jede Gesellschaft bekommt, was sie verdient.

    Reingard Reinfelder, 97252 Frickenhausen

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