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    Zu aufwendig, zu praxisfremd und energieverschwendend

    Zum Artikel „Wie Sie Ihre Maske richtig reinigen“ in der Beilage vom 23. 5.:

    In der hektischen Corona-Zeit möchte man doch möglichst eindeutig und klar informiert werden, wie man sich zu verhalten hat. Und da finde ich den Artikel in der Mainpost-Beilage über die Reinigung der Gesichts-Masken. Eine - meine ich - wichtige Information, die uns alle noch viele Monate betrifft. Aber so etwas Verwirrendes und Praxisfremdes habe ich lange nicht erlebt.
    Da hat ein „Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte“ herausgefunden, daß die Gesichtsmaske mindestens anderthalb Stunden (!) gekocht werden müßte, um keimfrei zu sein. Ich nehme an, daß die Untersuchung für Krankenhäuser und Praxen gilt. Aber uns Bürgern bietet daraufhin Frau Schiwon in ihrem Artikel völlig unbrauchbare Lösungen an. Ausführlich beschreibt sie auch, was alles nicht geht: der Wasserkocher, das Bügeln, der Backofen, die Mikrowelle. Es bleibt die Waschmaschine, sie wird als einfachste Methode empfohlen. Man müßte die Maske allerdings bei 90°C getrennt waschen (weil sonstige Wäsche das kaum überlebt). Zukünftig werden also Tag für Tag viele Millionen Waschmaschinen bei höchstem Energieverbrauch nur für Masken laufen, oder?
    Bleibt letztlich das Kochen im Kochtopf, aber ganze anderthalb Stunden? Selbst dieses Verfahren ist viel zu aufwendig, zu praxisfremd und energieverschwendend. Wir müssen ja auch nicht unsere Hände 90 min waschen, um sie keimfrei zu bekommen! Es sollte also deutlich kürzer gehen.
    Ich empfehle, die Masken im Kochtopf mit wenig Wasser und etwas Waschmittel für 2 bis 3 Minuten zu kochen, dann gut mit kaltem Wasser zu spühlen, in Küchenpapier oder einem Tuch auszudrücken und zum Trocknen aufzuhängen. Am nächsten Tag kann man sie sauber und weitgehend keimfrei erneut benutzen.
     
    Dr. Jürgen Gobrecht, 97422 Schweinfurt

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