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    Scheurings Wort zum Samstag: Abstand halten mit Humor

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    Das Coronavirus hat unser Leben auf den Kopf gestellt. In jeder Hinsicht, privat und am Arbeitsplatz. Wobei diejenigen, die überhaupt noch arbeiten können, froh sein dürfen – oder unter großen Belastungen stehen wie alle, die den Laden am Laufen halten. Auch für uns in der Redaktion hat sich vieles verändert. Wir versuchen trotzdem, Sie jeden Tag mit Informationen und Lesestoff zu versorgen und so ein Stück Normalität aufrechtzuerhalten. Aber was ist in diesen Zeiten noch normal? An dieser Stelle stand gerade noch eine Glosse über die Umstellung auf die Sommerzeit. Der Text war fertig. Ich habe ihn gelöscht, denn es scheint mir heute wichtiger, Grundsätzliches zu klären. Auch ich und alle, die jeden Tag für „Unterm Strich“ schreiben, wissen, dass sich vieles verändert hat. Aber gerade deshalb machen wir weiter – genauso wie die Satireshows im Fernsehen und die Komiker im Netz. Denn worum geht es beim Lachen, bei Komik und Humor? Humor verschafft Erleichterung, hilft dabei, das oft unerfreuliche Leben besser auszuhalten. Abstand halten ist das Gebot der Stunde. Auch Humor schafft Abstand zu all dem Unerfreulichen, dem wir ausgesetzt sind. Wer kann, soll jetzt daheim bleiben. Auch wir bleiben hier an dieser Stelle zu Hause und sind weiter für Sie da. Der Schriftsteller Kurt Vonnegut schrieb einmal: „Humor ist eine Methode, sich die Erkenntnis, wie grässlich das Leben sein kann, vom Leibe zu halten, um sich zu schützen.“ Nach dieser Methode lebe und arbeite ich schon lange. Gemäß dieser Devise machen auch wir hier weiter. Jeden Tag. Gerade jetzt. Wäre doch gelacht.

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