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    Scheurings Wort zum Samstag: Der Fluch auf dem Flughafen

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    Der durch Baumängel bekannt gewordene Berliner Hauptstadtflughafen BER wird nun vom TÜV überprüft. Die Pannenserie, welche die Eröffnung immer weiter verzögert, ist für normal denkende Menschen unbegreiflich. Kein Wunder, denn was beim BER alles schiefläuft, ist mit Maßstäben der menschlichen Vernunft nicht mehr zu erklären. Hier sind ganz offensichtlich übernatürliche Kräfte am Werk. Wie sonst konnte es passieren, dass zum Beispiel Rolltreppen plötzlich zu kurz waren oder das Licht nicht mehr ausging? Es führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei: Bei der Planung des Projekts gab es eklatante Versäumnisse. Auf Island zum Beispiel ist es ganz selbstverständlich, dass Naturgeister kontaktiert werden, bevor mit Baumaßnahmen begonnen wird. Auch in Niedersachsen hat eine kundige Fachkraft schon aufgebrachte Elementarwesen mit spiritueller Energie besänftigt. Dringend erforderliche Verhandlungen dieser Art sind in Berlin nicht erfolgt. Niemand hat mit Erdgeistern und Wurzelgnomen verhandelt, bevor die Terminals gebaut wurden. Das Ergebnis: Nichts funktioniert. Auf dem BER liegt ein Fluch. Gut möglich, dass irgendwo ein Modell des Flughafens steht, das wie eine Voodoopuppe von Pfeilen durchbohrt ist. Vielleicht muss das Bundesverkehrsministerium bald einen Exorzisten beauftragen, um die Eröffnung nicht noch weiter zu gefährden. Klar, eine Beraterfirma, die Voodoo-Fachkräfte vermittelt, mit Erdgeistern und Trollen über Entschädigungen verhandelt oder ein exorzistisches Gesamtkonzept ausarbeitet, ist nicht billig. Aber darauf kommt es nun auch nicht mehr an.

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