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    Scheurings Wort zum Samstag: Ein schlauer Kerl

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    Wer sich in Zeiten der Corona-Pandemie auf die Weisheit seiner Regierung verlassen kann, die klug die richtigen Maßnahmen trifft, kann Hoffnung haben. Das können vor allem die US-Bürger, denn ihr Präsident Donald Trump leistet wie immer großartige Arbeit. Schon vor einem Monat sagte er bei einem Besuch des US-Zentrums für Seuchenkontrolle: „Viele sind überrascht, dass ich dieses Zeug gut verstehe. Jeder der Ärzte fragt mich: Woher wissen Sie so viel darüber? Vielleicht habe ich einfach eine natürliche Gabe. Vielleicht hätte ich das machen sollen, statt Präsident zu werden.“ Er pries ein unerprobtes Medikament gegen das Virus an mit den Worten: „Ich bin ein schlauer Kerl, ich habe ein gutes Gefühl dabei.“ Trump weiß, wie gut er regiert, und verschweigt es auch nicht: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand einen besseren Job macht als ich.“ Daher konnte er im März über das Virus sagen: „Es sieht so aus, als ob das im April, wenn es wärmer wird, auf geheimnisvolle Weise verflogen ist.“ Noch geheimnisvoller ist, wie diese Vision – jetzt im April, da es wärmer ist – Wirklichkeit werden soll. Noch vor Wochen glaubte Trump, dass die Gefahr an Ostern vorbei ist. Zuvor tat er kund: „In ein paar Tagen sind wir bei null. Das Virus wird wie durch ein Wunder verschwinden.“ Inzwischen ist er nicht mehr ganz so optimistisch und hofft, die Zahl der Opfer des Virus dank seiner Politik auf 100 000 begrenzen zu können. Weil: „Keine Nation ist besser auf das Virus vorbereitet als die USA“, sagt Trump. „Was wir erreicht haben, ist unglaublich.“ Da kann man nur sagen: Gott segne Amerika!

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