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    Unterm Strich: Die Kunst der richtigen Arschbombe

    Bei der Hitze ist der Mensch nur zu einem fähig: zur Arschbombe. Dazu bedarf es keiner Vorbildung über Sprengstoffe, aber zumindest rudimentärer Körperbeherrschung, um mit dem Hintern zuerst und effektvoll auf dem Wasser aufzukommen. Natürlich kann man zum Abkühlen auch zu kühlen Blonden greifen oder zur Eiskombination Erdbeer, Schoko, Vanille in der Waffel. Man könnte Urlaub auf dem Gletscher machen, Mittagspause vor dem Gefrierwarenregal im Supermarkt oder sich Eiswürfel unter die Achseln stecken. Aber die einfachste Lösung ist der Sprung ins Nass. Man kann sich da entweder ganz unauffällig zu Wasser lassen oder spektakulär. Leider sind aber nur wenige von uns zum doppelten Auerbachsalto mit Schraube gegen die Erddrehung vom Zehnmeterturm in der Lage. Dann lieber die Arschbombe. Doch selbst diese folgt „gewissen ästhetischen Regeln, um als solche Akzeptanz zu finden“, weiß Arschbomben-Experte Karl Fluch: Man ziehe die Knie zum Kinn und umfasse mit den Armen die Unterschenkel. Nun entscheidet die Fallhöhe über Kollateralschäden bei Bekleideten, die zu nahe am Bombentrichter stehen. Im Internet gibt es Tipps zur perfekten Haltung, Freibäder machen regelrechte Wettbewerbe, in denen die Arschbombe „Sekunden-Moses“ genannt wird – obwohl der das Rote Meer definitiv nicht mit dem Hintern geteilt hat. Der Renner auf Youtube ist ein Film, in dem eine fast nackte Blondine (ohne Arschgeweih) springt – auf die Eisfläche des gefrorenen Sees, aua! Aber im Prinzip schadet es bei Arschbomben nicht, wenn man einen Bombenarsch hat.

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