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    Unterm Strich: Die spannendste Königin der Welt

    Da sage mal einer, dass man im Alter zwangsläufig starr und unbeweglich, langweilig und spießig wird. Was für eine miese Unterstellung. Einen konkreten Beweis dafür lieferte einmal mehr die berühmteste Seniorin der Welt: Königin Elizabeth II. Wie ihre Schneiderin bekundete, trägt die Monarchin seit diesem Jahr nur noch unechten Pelz. Die Queen will offenkundig nicht mehr, dass für ihre Garderobe Pelztiere sterben müssen. Und spricht damit vielen ihrer Untertanen aus der Seele, wie es heißt. Elizabeth geht halt mit der Zeit. Und langweilig ist die Königin ohnehin nicht. Oder kennen Sie jemanden, der sich mit 93 Jahren seine Schuhe von jemand anderem einlaufen lässt (nämlich auch von ihrer Schneiderin), Ukulele spielen, den Zauberwürfel in 55 Sekunden lösen und in elf Sprachen ausgerechnet ein dunkles Bier bestellen kann – in Englisch, Französisch, Deutsch, Griechisch, Italienisch, Niederländisch, Bulgarisch, Serbokroatisch, Finnisch, Malaysisch und Mandarin? Und sich – vielleicht passend zum dunklen Bier – von ihrem 98-jährigen Mann unter anderem „Würstchen“ nennen lässt? Langweilig ist das keineswegs. Angeblich soll Elizabeth sogar in einer Jacke des „Queen“-Gitarristen Brian May die britische Nationalhymne auf einer E-Gitarre gespielt haben. Wir halten das aber für üble Nachrede. Wir fragen uns lieber, womit sie uns als Nächstes überraschen wird. Mit dem Besuch eines Rap-Konzertes? Damit, dass sie bald Wodka-Bull statt Gin-Tonic trinkt? Das würde uns zu weit gehen. Man muss ja nicht alles mitmachen. Das mit den Pelzen, nun, das finden wir aber ganz ok.

    Von Markus Bär

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