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    Unterm Strich: Hallo Greta, Deutschland hat verstanden!

    Wenn man so oft die Schule geschwänzt hat wie der Verfasser dieser Zeilen, dann reicht es nur zu dieser Denkfigur: Sollte der Homo sapiens tatsächlich diesen Planeten und damit seine eigene Lebensgrundlage vernichten, dann dürfte das hinterher keinen Menschen mehr interessieren! Aber sind wir froh, dass diese plumpe Logik eines alten, weißen Mannes außer im Weißen Haus nirgends sonst noch gepflegt wird und stattdessen die Jugend dieser Erde aufbegehrt gegen die Gleichgültigkeit der Erwachsenenwelt. Greta Thunberg, das 16-jährige schwedische Mädchen, das so jung die große Bürde der Verantwortung für den Planeten tragen will, rüttelt die Menschheit wach. Physikprofessoren vom Schlage eines Harald Lesch erklären die Schulpflicht zu einer Lässlichkeit und leisten so ihren Beitrag gegen überfüllte Physik-Hörsäle. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sympathisiert mit der Fridays-for-Future-Bewegung. Mehr Klimaschutz, weniger Verschwendung fossiler Brennstoffe: die Bundesregierung hat schon reagiert. Die Flugbereitschaft der Luftwaffe ist jetzt umweltfreundlich, denn die Flieger kommen erst gar nicht vom Boden, was nicht nur Außenminister Heiko Maaß auf dem Weg zur Uno ausbremst. Die Umweltbilanz stimmt. Die Schlaglöcher der Bundesstraßen, aus denen Löwenzahn und bedrohte Pflanzenarten sprießen, leisten ihren Beitrag zur Biodiversität. Und auch die Bahn hilft auf ihre Weise, dass immer mehr Menschen auf Reisen verzichten und lieber zuhause bleiben. Greta kann wieder zur Schule gehen. Deutschland hat seine Lektion gelernt.

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