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    Unterm Strich: Krause Ideen im Dschungelcamp

    Immer weniger Zuschauer wollen Sendungen wie „Big Brother“ oder „Bauer sucht Frau“ sehen. Der Kultursender RTL ist auf der Suche nach neuen Formaten offenbar fündig geworden. Im „Dschungelcamp“ sollen künftig abgehalfterte Politiker mit „Lügen am Lagerfeuer“ ihrem Image neuen Schwung verleihen. Ihnen ist ja der Spruch schon vertraut: „Holt mich hier rein, ich bin ein Star!“ Bei Känguru-Hoden und Prüfungen im Paragrafen-Dschungel können sie sich von der besten Seite zeigen. Den Anfang soll Günther Krause machen, der 1990 als Ober-Ossi mit Wolfgang Schäuble die deutsche Einigung aushandelte und als Minister Vater des Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetzes wurde. „Eine Wende wie die DDR hätte der Westen gar nicht hingekriegt“, behauptete Krause, der laut „Bild“ schon 2018 Dschungelkönig werden wollte. An weiteren Kandidaten herrscht kein Mangel: Wolfgang Bosbach, Karl-Theodor zu Guttenberg, Gabriele Pauli und Rainer Brüderle sollen schon Interesse bekundet haben – was RTL natürlich nicht bestätigt. Friedrich Merz, Roland Koch und Cem Özdemir dementieren auffallend eifrig. Nicht so Günther Krause. Die Gage könnte der klamme Ex-Politiker gut gebrauchen. Aber er scheint falsche Vorstellungen davon zu haben, welche Art von Dschungelprüfungen ihm da blühen: Er fände es „sehr wichtig, im 30. Jahr der Einheit ein wenig Bilanz zu ziehen – auch in diesem Fernsehformat“, erklärt er. „Aber ich gebe denen doch nicht den abgehalfterten DDR-Promi, der sich blöde unter Kokospalmen mit Bananen bewerfen lässt.“ Was sonst?

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