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    Unterm Strich: Weihnachtlicher Führungskräftemangel

    Muss man sich um den Weihnachtsmann Sorgen machen? Ist die ganze Plackerei für ihn noch zu schaffen? Die Ansprüche und die Pakete werden von Jahr zu Jahr größer – ein Mann alleine kann das unmöglich stemmen. Überlegungen, dem allgemeinen Trend zu folgen und fortan eine Doppelspitze zu bilden, scheiterten bisher am Personal: Der heilige Nikolaus hat sein eigenes Päckchen zu tragen und Knecht Ruprecht leidet zu sehr unter dem Ruf als Kinderschreck. Kurzum: Der Fachkräftemangel schlägt auch hier voll durch. Der an sich naheliegende Gedanke, sich mit dem Osterhasen zusammenzutun, wurde inzwischen auch wieder verworfen, obwohl die Vereinigung von Stummelschwänzchen und Rute durchaus eine sinnvolle Ergänzung gewesen wäre. Die Probleme des Weihnachtsmannes beschränken sich zudem nicht nur auf das drohende Burnout. Vor allem der Transportweg durch die Lüfte mit den Rentieren gilt als unsicher, seit überall Windräder herumstehen. Zumal sich Zweifel mehren, ob der Weihnachtsmann überhaupt einen den EU-Normen entsprechenden Schlittenführerschein besitzt. Im Moment gibt es deshalb Überlegungen, ganz auf E-Mobilität umzusteigen. Bis dahin soll wenigstens die Kilometerpauschale erhöht werden. Das macht allerdings die Anlieferung der Geschenke kostspieliger, weshalb es wohl darauf hinausläuft, dass der Weihnachtsmann am Soli-Zuschlag beteiligt werden muss. Das Hauptproblem aber droht der Verpackungsmüll zu werden. Für die Entsorgung ist der Weihnachtsmann neuerdings ebenso zuständig wie für das Aufbügeln des Lamettas.

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