• aktualisiert:

    Unterm Strich: Weisheiten aus der Welt des Fußballs

    Interviews und O-Töne sind das Salz in der Suppe des Journalistendaseins. Große Worte, gelassen ausgesprochen, erklären uns Normalbürgern auf diesem Weg die aktuelle Seelenlage und damit die Welt von Promis und Sportlern. Besonders Fußballer und deren Trainer glänzen immer wieder mit tiefen Einsichten, ohne die es uns gänzlich unmöglich wäre, die Welt des getretenen Balles zu verstehen. „Um 15.30 Uhr ist Anpfiff und es steht 0:0“, hat jüngst Steffen Baumgart, Trainer des SC Paderborn, vor dem Spiel verkündet, in dem seine Mannen gegen die Bayern antreten mussten – und er hat recht behalten. Felsenfest vor der Geschichte besteht auch die einst von Berti Vogts gemachte Aussage „Ich glaube, dass der Tabellenerste jederzeit den Spitzenreiter schlagen kann.“ Otto Rehhagel hat in unübertreffbarem Minimalismus den Sinn des Fußballs in einen Satz für die Ewigkeit gegossen, als er sagte „Mal verliert man, und mal gewinnen die anderen.“ Da muss sich Horst Hrubesch hinten anstellen, der mit „Wenn wir alle schlagen, können wir es schaffen“ immerhin noch Raum für Spekulationen lässt. Und wenn es doch nicht geklappt hat mit dem Sieg, dann tröstet uns Fredi Bobic mit seinen Worten „man darf nicht alles so schlecht reden, wie es war“. Mut zur Reflexion hatte auch Andreas Möller, als er einst sagte: „Ich bin immer selbstkritisch, auch mir selbst gegenüber.“ Den Zauber des Fußballs hat aber keiner schöner beschrieben als Kaiser Franz Beckenbauer mit der unerschütterlichen Feststellung: „Am Ergebnis wird sich nichts mehr ändern, es sei denn, es schießt jemand ein Tor.“

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!