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    Würzburg

    Unterm Strich: Wer hat's prophezeit?

    Am Beginn eines Jahres wird von Experten immer heftig prognostiziert. Andere schauen, was Wahrsager einst prophezeiten. Aber können Sie Vorhersagen korrekt der Quelle zuordnen?

    Wer hat zum Beispiel prophezeit, dass es 2020 zu einer Auseinandersetzung – wohl einem Handelskrieg – zwischen den USA und China kommt? Da kommen Sie nie drauf: der französische Seher Nostradamus.

    Und wer glaubt, dass eine neue Jeanne d'Arc 2020 die Debatten bestimmen wird? Der Zukunftsforscher Matthias Horx. Zumindest vergleicht er in seinem Zukunftsreport 2020 Greta Thunberg mit der französischen Nationalheldin. Und mit John F. Kennedy. Und mit Gandhi.

    Aber jetzt wird's richtig knifflig: Wer prophezeite, dass Europa im Jahr 2020 kaum mehr besiedelt sein wird? Das war die bulgarische Wahrsagerin Baba Wanga. Verrückte Idee, denken Sie? Nicht so ganz, wird man sich in der Rhön denken. Zumindest dort gibt man sich nämlich alle Mühe, die Prophezeiung wahr werden zu lassen: Im Landkreis Rhön-Grabfeld wird der Bevölkerungsrückgang nämlich noch lange anhalten. Das prophezeite jedenfalls das Landesamt für Statistik: ein Minus von über sechs Prozent bis zum Jahr 2038.

    So weit in die Zukunft schauten sonst nur Nostradamus und Baba Wanga. Selbst Wahrsager Horx ist da vorsichtiger und prognostiziert „bis 2030“ ein Tempolimit auf Autobahnen. Überhaupt glaubt er, „die 2020er Jahre werden das Jahrzehnt der globalen ökologischen Wende“ und „des Durchbruchs neuer postfossiler Technologien“. „Blaue Wende“ nennt er diese Entwicklung. Dabei würde es ja reichen, wenn wir kein blaues Wunder erleben.

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