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    Unterm Strich: Wer kann KK nach AKK?

    Das Thüringer Narrentreiben um einen Faschingsprinzen von AfD-Gnaden setzt sich derzeit ungehemmt fort. Plötzlich fabulieren selbst ernannte Büttenredner von „Merkel-Dämmerung“ – dabei dauert die schon einige Jahre. Die SPD droht mit Neuwahlen (was wohl jedem nützen dürfte außer der SPD), Christian Lindner hat der FDP ein neues Image verpasst („Nichtstun ist Machtmissbrauch“). Und auch die „Bild“-Zeitung stellt die Frage, die uns alle bewegt: Wer kann Kanzler? Offenbar ein Mann, bloß keine Frau mehr als KK (Kanzlerkandidatin). UvdL (Ursula von der Leyen) ist nach Brüssel zur EU entsorgt, AKK (Annegret Kramp-Karrenbauer) hat aufgegeben. „Wenn wir so weitermachen, dann wird niemand von uns Kanzler“, unkt Wolfgang Schäuble mit der Weisheit seiner 77 Jahre. Von wegen, erster Bewerber: AL aus NRW (Armin Laschet aus Nordrhein-Westfalen). Der hält schnell seine Bewerbungsrede – und bekommt dafür in Aachen schon mal den Orden Wider den tierischen Ernst. Mancher sieht darin ein Orakel. Laschet zieht über potenzielle Rivalen wie Friedrich Merz her („Scheu wie ein Reh“), spottet über Markus Söder („Inzwischen ist er sogar zum Bienenkönig geworden, umarmt Bäume, tanzt seinen Namen, rettet Bienen!“) und Julia Glöckner („Wer einmal Weinkönigin war, kann auch Kanzlerin“). Wer bleibt als KK (Kanzlerkandidat), nachdem AKK aufgegeben hat? AL! Man kann bei dieser närrischen Vorstellung fragen: Ist das euer Ernst? Man könnte aber auch Armin Laschet auf seinem eigenen Witzniveau fragen, ob er weiß, was KK bei Schützen heißt: Kleinkaliber!

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