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    Unterm Strich: Wo ist das Sommerloch?

    Sommer ist die wunderbare Zeit, da die Tage so unfassbar langsam wegtropfen wie Honig vom Löffel. Ähnlich dickflüssig gestaltet sich oft die Nachrichtenlage, manchmal tropft es nicht einmal mehr. Das nennt man dann Sommerloch. Allerdings ändern sich die Zeiten gerade, das Sommerloch lässt sich kaum noch blicken. Das hat Folgen. Vor allem für die Tiere. Früher hätte man mit den Sommerloch-Protagonisten einen Zoo aufmachen können: Alligatoren neben Brillenkaimanen. Problemwelse neben Baggersee-Bestien und Killer-Kraken. Die Lage scheint dramatisch: Selbst Nessie, die Mutter aller Sommerloch-Tiere, ist spurlos verschwunden. Kein einziger Schwan mehr, der sich unsterblich in ein Tretboot verliebt. Kurzum: Das Sommerloch befindet sich im freien Fall. Auflösungserscheinungen. Eine Krise, auf die auch die Politik reagiert. Hier erste Reaktionen der Parteien. Die CDU betont: Wer braucht Sommerlöcher, wenn man Angela Merkel hat? Für die CSU steht fest: Bayern zuerst, dann nichts, dann das Sommerloch. Die Grünen erklären: Auch beim Sommerloch darf der Klimaschutzfaktor nicht unberücksichtigt bleiben – ebenso wenig wie die Sommerlöchin. Abwinken bei der SPD: Wir suchen erst mal neue Vorsitzende – und dann das Sommerloch. Die Linke macht klar: Auch das Sommerloch braucht mehr bezahlbaren Wohnraum. Bei der FDP gibt's kein Vertun: Das Sommerloch ist etwas für Profis. Außerdem gelte: Lieber kein Sommerloch als ein falsches. Die AfD ist sicher: Das Sommerloch ist durch die konsequente Forderung nach Abschiebung verschwunden.

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