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    Unterm Strich: Zielscheibe ohne Munition

    Endlich gibt es mal wieder eine gute Nachricht für die Bundeswehr: Soldaten dürfen ab 2020 kostenlos mit dem Zug fahren. Allerdings müssen die Angehörigen der Bundeswehr zwingend ihre Uniform tragen. Da könnte es schon das nächste Problem geben: Die Uniform muss man erst einmal haben, zuletzt soll es der Truppe sogar an langen Unterhosen gefehlt haben. Außerdem beinhalten Bahnfahrten gewisse Tücken: Zugausfälle und Verspätungen sorgen im Zweifelsfall dafür, dass der Krieg vorbei ist, ehe die Soldaten zu ihrer Kompanie gelangen. Wie es wirklich um die Verteidigungsbereitschaft steht, zeigt die jüngste Botschaft im Reigen der Nichts-geht-mehr-Meldungen: Experten schätzen, dass die Bundeswehr gerade mal für einen Tag Munition hat. Das klingt zunächst dramatisch. Andererseits ist es in gewisser Weise egal, so lange die Sturmgewehre sowieso nicht geradeaus schießen können. Und für Panzer, die kaum fahren oder erst gar nicht da sind, bringt eine Munitions-Bevorratung schließlich auch herzlich wenig. Trotzdem muss sich die Truppe darauf einstellen, wegen der fehlenden Munition Zielscheibe für Spott, Hohn und alberne Wortspiele zu werden. Es werden zielgenau sehr treffsichere Glossen geschrieben, in denen spekuliert wird, warum die Armee den Schuss nicht taugt. Natürlich darf auch der Hinweis auf die letzte Patrone nicht fehlen. Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat inzwischen auf den Munitionsmangel reagiert und verfügt, dass bis auf Weiteres nicht einmal mehr ins Kraut geschossen werden darf.

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