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    Scheurings Wort zum Samstag: Lockerungsübungen

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    Scheibchenweise werden die in der Corona-Krise verhängten Beschränkungen nun gelockert. Viele Bürger sind verwirrt und fragen sich: Was ist erlaubt und was verboten? Desinfektionsmittel darf man sich nicht spritzen, das funktioniert nicht einmal bei Donald Trump. Muss man beim Küssen einen Mundschutz tragen? Sind persönliche Beichtgespräche möglich, oder muss man das jetzt alles seinem Friseur erzählen? Fragen über Fragen. Bund und Länder arbeiten weiter an einem System, das schrittweise die Rückkehr in die Normalität ermöglichen soll. Nach der Öffnung von Baumärkten und weiteren Geschäften dürfen nun auch wieder Friseure und Fußpfleger Kunden empfangen – was bedeutet, dass Hühneraugen nicht mehr wie bisher vom Optiker versorgt werden müssen. Um die Gesprächsmöglichkeiten zu erweitern, bieten Volkshochschulen jetzt Online-Kurse an, deren Teilnehmer lernen, mit ihren Pflanzen zu sprechen – was das Niveau der Konversation in vielen Haushalten schon deutlich gehoben haben soll. Das Bundesgesundheitsministerium will außerdem Social Distancing als neue Trendsportart etablieren – wahlweise als Social Distance Paddling oder Nordic Social Distance Walking. Keine Bedenken bestehen gegen Sportveranstaltungen mit Henry Maske. Als weitere Lockerung wollen Sportfunktionäre vorschlagen, wieder Fußballspiele auszutragen, wenn die Fläche des Spielfelds 800 Quadratmeter nicht übersteigt. Das könnte der Zeitpunkt sein, zu überlegen, ob die lockeren Schrauben in manchen Köpfen vielleicht doch wieder ein wenig fester angezogen werden sollten.

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